Warzen

Ungeliebt und unattraktiv, doch meist harmlos

Sie sind uns peinlich, unangenehm und wir verstecken sie gern – Warzen sind eine unangenehme Hauterscheinung, die viele Ursachen haben kann. Sie sind selten schmerzhaft, häufig jedoch sehr widerstandsfähig, wenn es um die Behandlung geht.

Warzen sind gutartige Hautwucherungen, die sich durch eine schuppige, raue Hautoberfläche auszeichnen. Hervorgerufen werden sie durch ein ansteckendes Virus (Humanes Papilloma-Virus, HPV) und seine rund 100 Unterarten. Die häufigste Warzenart ist unter dem Namen „gemeine Warze“ bekannt und tritt zumeist an Händen und Füßen auf. Andere Warzenarten breiten sich
eher im Gesicht aus. Wiederum eine andere Art, die sogenannte Feigwarze, siedelt sich gerne im Genitalbereich an.

Einige Untertypen bevorzugen eine ganz besondere Körperstelle – den Gebärmutterhals. Hierdurch kann der gefährliche Gebärmutterhalskrebs ausgelöst werden, wie Forscher vor
einigen Jahren herausgefunden haben.

Kann ich vorbeugen?

Das Virus gelangt durch winzige Hautrisse und -verletzungen in die obere Hautschicht. Begünstigt wird die Infektion durch ein schwaches Immunsystem. Es kann Monate dauern, bis sich an der Infektionsstelle Hautverdickungen – die warzentypischen Knötchen – bilden. Vorsicht ist in Schwimmbädern und Duschräumen geboten, denn in diesem feuchten, warmen Milieu kann das Virus schnell übertragen werden. Tragen Sie im Schwimmbad unbedingt Badeschlappen. Übrigens sinkt das Warzenrisiko, wenn Hände und Füße immer gut durchblutet sind und die Haut geschmeidig ist.
Ein wenig Sport und eine gute Creme hilft also schon in vielen Fällen, einer Infektion vorzubeugen.

Und wenn’s mich trotzdem erwischt hat?

Ganz wichtig: Die infizierten Hautzellen an der Oberfläche sind höchst ansteckend. Daher sollte man an den betroffenen Stellen nicht kratzen, stechen oder gar versuchen, die Warze selbst zu entfernen. Denn dann kann es passieren, dass Sie sich selbst infizieren und sich eine ganze Warzenkolonie entwickelt.

Sie können beruhigt sein – in 50 % der Fälle verschwindet die Warze ganz von selbst mit Stärkung des Immunsystems. Falls dies nicht passiert, können Sie sich in der Apotheke eine der handelsüblichen Tinkturen besorgen. Sie bestehen meist aus Salicyl- oder Milchsäure und ätzen das betroffene Hautgewebe weg. Die Tinkturen wirken nicht gegen die Viren selbst, so dass die Behandlung lange dauert und der Erfolg nicht garantiert ist. Ein aus der Naturheilkunde stammendes Mittel ist z. B. das Thuja-Extrakt. Die Lösung gibt es entweder zum Einnehmen oder zum Auftragen auf die Haut.

…und wenn alles nichts hilft?

Gehen Sie zum Hautarzt. Denn im Zweifelsfall kann nur er die Warzenart bestimmen und Ihnen die geeignete Therapie verschreiben.