Der Schlaf – der Jungbrunnen
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Neusten Wissenschaftlichen Erkenntnissen zufolge, weiß man jetzt, dass sich Erlerntes erst im Schlaf einprägt. Wer seine geistigen Fähigkeiten voll ausschöpfen will, muss also länger schlafen. Doch nicht nur für die Intelligenz spielt der Schlaf eine wichtige Rolle, auch zur Gesundheit leistet er einen entscheidenden Beitrag. Darum sind Schlafstörungen und -Mangel nicht nur lästig, sondern können – wenn sie über längeren Zeitraum bestehen zu ernsthafen gesundheitlichen Schäden führen
Was passiert in unserem Gehirn wenn wir schlafen?
Der Mensch verschläft ca. ein Drittel seines Lebens. Dies ist sowohl organisch als auch psychologisch dringend notwendig, denn nur so kann sich der Körper regenerieren und neue Energien schöpfen. Während der Ruhepause wird das Gehirn auf komplizierte Weise neu organisiert, den Nervenzellen wird eine Erholung ermöglicht.
Die Ereignisse des Tages werden aufbereitet, unwichtige Gedächtnisinhalte werden gelöscht und wichtige gespeichert. Erst beim Schlafen also wird Erlerntes im Gehirn festgesetzt. Hierbei spielt besonders der Traum eine wichtige Rolle. Schon seit Freud weiß man, wie wichtig Träumen für die Verarbeitung
bewegender oder auch unwichtiger Ereignisse, Probleme oder Alltagserlebnisse ist.
Die benötigte Schlafmenge unterscheidet sich individuell und ist hauptsächlich altersabhängig, wobei es jedoch auch Lang- und Kurzschläfer gibt. Generell braucht ein Säugling z.B. 14-18 Stunden Schlaf , ein Kleinkind ca. 12 Stunden und ein durchschnittlicher Erwachsener ca. 8 Stunden pro Tag. Bei vielen älteren Menschen geht der Schlafbedarf sogar auf nur 5 bis 7 Stunden zurück.
Schlafentzug wird vom Körper mit Krankheit bestraft
Wie unser Körper auf Schlafentzug reagiert ist erstaunlich. So wurde in Schlaflabors, in denen Freiwillige sich bereiterklärt hatten, 24 Stunden nicht zu schlafen, festgestellt, dass die Versuchspersonen nach dieser Zeit ein Reaktionsvermögen hatten, das dem bei einem Alkoholspiegel von einem Promille glich! Auch regelmäßig unzureichender Schlaf hat seine Folgen: Zwei Wochen mit z.B nur 4 Stunden Schlaf pro Tag beeinträchtigt den Körper genauso wie drei Tage und Nächte lange ununterbrochene Wachheit. Die Folge ist eine Herabsetzung der gesamten Leistungsfähigkeit: Aufmerksamkeit, Wachsamkeit, Reaktionsvermögen und Gedächtnis leiden darunter.
Nach 60 Stunden Schlafentzug stellen sich gar Halluzinationen und Wahnvorstellungen ein. Allein dies zeigt die Wichtigkeit regelmäßigen und ausreichenden Schlafes für Gehirn und Körper. Beachten Sie also die Warnzeichen Ihres Körpers: stellen Sie Reizbarkeit, Unlust und mangelnde Leistungsfähigkeit fest, könnte ein Schlafproblem die Ursache sein. Jeder schläft hin und wieder einmal schlecht. Oftmals kennt man selbst den Grund ziemlich genau: Sorgen, Stress, oder aber auch ein schöner Abend, nach dem man einfach noch etwas „aufgekratzt“ ist. In Einzelfällen können auch organische Beschwerden, die mit Schmerzen einhergehen, einen erholsamen Schlaf verhindern. Nicht selten leiden Frauen in den Wechseljahren neben den typischen Wechseljahrbeschwerden auch unter Ein- und Durchschlafstörungen. Die Ursachen für diese Störungen können also sehr vielseitig sein. Oft helfen schon kleine Tipps, die Nachtruhe wieder entspannt genießen zu können.
Tipps für gesunden Schlaf
Einhalten eines regelmäßigen Schlaf-Wach-Rhythmus durch:
- Konstante späte Zubettgehzeit
- Konstante Aufstehzeiten am Morgen, unabhängig vom Zeitpunkt des Einschlafens
(auch am Wochenende bzw. im Urlaub!) - Möglichst kein Tagesschlaf (wenn doch, dann aber regelmäßig)
- Insgesamt Verkürzen der Bettzeit
Schaffen einer positiven Einstellung zum Schlafengehen:
- Nur bei Müdigkeit zu Bett gehen
- Entspannungsübungen
- Schaffen von Schlafritualen (z.B. ein Glas warme Milch trinken)
- Aufstehen bei quälender Schlaflosigkeit (aber nichts aktivierendes unternehmen,
sondern z. B. im Dunkeln Musikhören) - Keine Ausübung von mit Schlaf unvereinbaren Tätigkeiten im Bett (z. B. Essen, Arbeiten, etc.), sexuelle Aktivitäten ausgenommen
Allmähliche Verringerung der geistigen und körperlichen Anspannung vor dem Zubettgehen durch:
- Regelmäßige körperliche Aktivität am Tag (mögl. vormittags)
- Entspannungsübungen
- Entspannende Schlafrituale (z.B. warmes Bad nehmen)
- Keine anstrengenden körperlichen oder geistigen Tätigkeiten vor dem Zubettgehen
Äußere und innere Störquellen ausschalten durch:
- Lärmdämmung
- Angenehme Temperatur (z. B. 16°C)
- Wecker umdrehen oder unters Bett stellen
- Vermeiden von Koffein, Nikotin, Alkohol und schweren Mahlzeiten am späten Nachmittag und Abend
- Wenn Schlafmittel nötig sind, dann nicht länger als 3 Wochen und nicht jede Nacht einnehmen
…gefunden bei: www.schlafmedizin.de
