Heilfasten für ein besseres Körpergefühl

Fastenzeit – reinigen Sie Körper und Geist

Wer kennt das nicht: In der kalten Jahreszeit lässt man es sich gerne gut gehen und schlägt etwas über die Strenge. Doch ungesundes Essen, Alkohol, Nikotin, Stress, chronischer Bewegungsmangel und auch Medikamente hinterlassen Spuren im Körper. Man ist träge und übersättigt. Die Haut neigt zu Unreinheiten. Der Körper braucht eine “Auszeit”.

Um sich und seinem Körper etwas Gutes zu tun, gibt es einen natürlichen Weg. Das ist Heilfasten, die beste Methode, um den Körper auf natürliche Weise zu entschlacken und zu entgiften. Auch wenn es Überwindung und Durchhaltevermögen kostet, Sie werden sich danach wie neugeboren fühlen. Der gesamte Organismus regeneriert sich und Ihre Selbstheilungskräfte werden angeregt .

Das Prinzip des Heilfastens

Während des Heilfastens greift der Körper zunächst seine Fett- und Zuckerreserven an und verlangsamt dann den Stoffwechsel. Hierbei kann der Organismus mehr und mehr Schlackenstoffe verwerten, wodurch eine Regenerierung von Zellen und Gewebe erfolgt. Die körpereigenen Abwehrkräfte werden angeregt und Magen und Darm erholen sich. Der Stoffwechsel wird neu reguliert und der Körper tankt Energie. Dass in dieser Zeit auch die Pfunde schmelzen, ist ein positiver Nebeneffekt. Aber Heilfasten ist keine Diät, deshalb sollte man darauf nicht allzu viel Wert legen. Nach dem Fasten sind die Weichen neu gestellt, die bisherigen Ernährungsgewohnheiten zu überdenken. Wer aber in seinen alten Trott verfällt, wird bald wieder die verlorenen Pfunde aufgefüllt haben.

Wer zum ersten Mal fastet, sollte eine fünftägige Fastenwoche planen. Diese Zeit ist überschaubar und die Ergebnisse positiv. Seien Sie gespannt auf die neue Erfahrung, ohne feste Nahrung auszukommen. Sie werden überrascht sein. Man fühlt sich ausgeglichener, ausgeruhter und belastbarer. Nach den ersten Erfahrungen mit dem Fasten können Sie die nächste Fastenwoche dann auch länger planen. Dabei sollten Sie aber Ihren Arzt zu Rate ziehen, damit Ihr Körper keine Mangelerscheinungen erleidet.

Die Grundregeln des Heilfastens:

  • In der Fastenwoche nichts essen, nur ungesüßten Tee, Wasser, salz- und fettlose Gemüsebrühe oder -säfte (verdünnt mit Wasser) und ungesüßte Obstsäfte trinken. Verzichten Sie auf Alkohol, Süßigkeiten, Kaffee und wenn Möglichkeit auf Nikotin.
  • Wenn es sich einrichten lässt, versuchen Sie bewusst Dinge zu tun, die Spaß machen. Entspannen Sie und tun Sie sich etwas Gutes.
  • Wenn Sie Ihre Ernährung bereits in einer Vorbereitungswoche nach und nach umstellen, wird der Effekt noch größer. Nehmen Sie in dieser Zeit besonders viel Flüssigkeit auf.

So bauen Sie die Fastenwoche auf

Der Entlastungstag:

Dieser Tag dient der Vorbereitung auf die Fastenwoche. Verzichten Sie bitte auf alle Genussmittel. Essen Sie zum Frühstück Obst und Müsli, mittags Gemüse und Kartoffeln und am Abend Joghurt mit Leinsamen oder Knäckebrot.

1. Fastentag

Es ist notwendig, den Darm gut zu spülen. Dazu trinkt man zum Frühstück 1 Glas Sauerkrautsaft oder 30 g Glaubersalz aus der Apotheke in 1,5 Liter Wasser oder nach und nach etwa 1,5 – 2 Liter warme Kochsalzlösung (mit 1 bis 2 Esslöffel Kochsalz). Wer es sich zutraut, kann auch einen Einlauf, den es in der Apotheke zu kaufen gibt, machen.

Diese Prozedur kostet zwar Überwindung. Aber Sie werden sehen, das Ergebnis lohnt sich.

Legen Sie den ersten Fastentag auf ein Wochenende oder einen anderen Tag, an dem Sie frei haben. Denn Sie sollten sich in den ersten zwei Tagen nichts vornehmen. Nicht nur, weil man öfter als sonst auf die Toilette muss, sondern auch, um jeglichen Stress zu vermeiden. Trinken Sie an diesem Tag viel Kräutertee, Wasser und eventuell eine Gemüsebrühe oder Saft.

2. bis 5. Fastentag

Die ersten zwei Tage sind nicht ganz einfach. Aber halten Sie durch, Ihr Körper braucht etwas Zeit, um sich an alles zu gewöhnen. Aber irgendwann spürt man keinen Hunger mehr.

Trinken Sie jeden Morgen Tee, wenn Sie möchten mit etwas Honig gesüßt. Mittags trinken Sie eine Gemüsebrühe und am Abend Obst- oder Gemüsesaft: Vergessen Sie nicht zwischendurch viel Wasser oder Kräutertee zu trinken.

Die Aufbauzeit

Am Ende der Fastenwoche muss der Körper wieder aufgebaut werden, da Magen und Stoffwechsel nicht gleich überfordert werden sollen. Beginnen Sie ganz langsam mit etwas Obst, um die Magensäfte wieder anzuregen. Im Laufe der nächsten Tage können Sie Ihren Speiseplan mit Rohkost, Gemüse, Knäckebrot, Vollkornbrot, Joghurt und Leinsamen erweitern. Und vergessen Sie nach wie vor nicht: Viel trinken.

Als Faustregel für die Dauer der Aufbauzeit gilt: Ein Drittel der Fastentage ergibt die Anzahl der Aufbautage. Wenn Sie also fünf Tage gefastet haben, sollten etwa zwei Tage Ihren Stoffwechsel wieder aufbauen.

Sie werden in dieser Zeit feststellen, dass sich Ihre Geschmacksnerven sensibilisiert haben und Sie alles intensiver schmecken. Die Sättigungssignale, die Kleinkinder noch deuten können, Erwachsene meist jedoch verlernt haben, kehren zurück und ermöglichen es, Essen als neuen Genuss zu empfinden.

Wenn Sie die Fastenwoche geschafft haben, können Sie wirklich stolz auf sich sein. Gönnen Sie sich eine Belohnung. Aber bedenken Sie, dass eine Belohnung nicht unbedingt ein üppiges Essen, Alkohol oder Nikotin sein muss. Es ging die letzte Woche doch auch ohne. Oder?

Am besten richten Sie sich für Ihre Fastenwoche und die Aufbautage der Ernährung nach den Empfehlungen eines Fastenratgebers. Diese werden im Buchhandel zahlreich angeboten. Hier werden Ihnen meist die kompletten Rezepte für die Vorbereitung zum Heilfasten und die Aufbauzeit geliefert.

Wir wünschen Ihnen viel Erfolg – die Erfahrung lohnt sich.