Mach mal (Atem-)Pause!

Mach mal (Atem-)Pause!

Wir tun es ständig, überall und meist, ohne darüber nachzudenken. Die Rede ist vom Atmen. Doch gerade die Tatsache, dass es unbewusst geschieht, verschließt uns eine gro ße Ruhe- und Kraftquelle. Wa rum der Atem viel Gutes tut und wie Sie ihn zu Entspannung und Erholung nutzen können, zeigen wir Ihnen in diesem Artikel.

Gesundheit kann so einfach sein. Schließlich atmen wir alle – und können mit den richtigen Techniken zum Beispiel die Sauerstoffversorgung des Körpers verbessern und den Stoffwechsel anregen. Auch bei der Arbeit ist der eigene Atem ein wahres Wundermittel, um ganz ohne den Einsatz von Chemie mehr Leistung zu bringen. Er kann die Konzentrationsfähigkeit steigern und helfen, Stress abzubauen. Wer einmal einen Yoga- oder Meditationskurs besucht hat, weiß außerdem: Tiefenatmung hilft, den Alltag hinter sich zu lassen und zu sich selbst zu kommen. Kurz, im Atem liegt der Schlüssel zu mehr Vitalität, Energie und innerer Ausgeglichenheit.

Was passiert, wenn der Atem stockt?

Umgekehrt sind im Schnitt 16,8 % der Krankentage auf Erkrankungen der Atemwege zurückzuführen. Dabei entsteht leicht eine negative Spirale. Denn muskuläre Verspannungen können ebenso wie geistige Belastungen für flache Atmung sorgen. Was kurzfristig unbedenklich ist, kann auf lange Sicht körperliche Probleme bis hin zu Herzrhythmusstörungen nach sich ziehen.

Worauf aber kommt es an, wenn an (sich) gesund atmen will?

Interessanterweise machen die meisten Menschen bei Wohlbefinden und guter Stimmung automatisch das Richtige: Sie atmen tief durch die Nase, unter Einsatz des Zwerchfells. Das tut nicht nur den inneren Organen gut, auch der Stoffwechsel profitiert von der Sauerstoffzufuhr. Auf der anderen Seite kann man das Atmen auch verlernen, denn was sich so selbstverständlich anhört, klappt bei vielen nicht mehr. Damit Ihnen nicht die Puste ausgeht, an dieser Stelle ein nützlicher Tipp und eine praktische Übung rund ums Atmen. Weitere Tipps und Hinweise finden sich in zahlreichen Büchern sowie im Internet, zum Beispiel unter: www.afa-atem.de .

TIPP I: Durchatmen gegen Stress

Folgende Übung lockert Muskelverspannungen in vier Schritten und beruhigt den Atem. Aufrechte Sitzhaltung einnehmen. Schultern zu den Ohren hochziehen und Kopf nach hinten in die entstandene Nackenmulde drücken. Dabei Gesicht entspannen. Leicht schniefend langsam tief durch die Nase einatmen. Langsam durch den Mund gründlich ausatmen, dabei den Bauch einziehen. Insgesamt fünf Wiederholungen. Danach Kopf langsam heben, Schultern senken und bei ruhiger Atmung entspannen.

TIPP II: Dreier-Rhythmus

Ungeübte Sportler haben beim Laufen oft Probleme, ausreichend Luft zu bekommen. Hier empfiehlt sich der „Dreier-Rhythmus” als Atemtechnik. Dabei nutzt man jeweils drei Schritte zum Ein- und Ausatmen durch die Nase. Bei höherer Geschwindigkeit kann man auch zu Zwei-Schritt-Intervallen übergehen.