Stress, ein Zeitphänomen?
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Stress, ein Zeitphänomen?
Gelassen und sicher im Stress – privat und im Beruf!
Eine Zeit lang schien Stress ein Statussymbol zu sein: Wer im Stress war, war „wichtig“. Inzwischen ist bekannt, dass Dauerstress krank macht.
Stress muss nicht gleich negativ sein.
Er kann uns motivieren und sogar zu Höchstleistungen treiben und bei Erfolg durchaus auch befriedigen. In Notsituationen können ausgeschüttete Stresshormone uns kurzfristig zu fast übermenschlichen Kräften verhelfen und unser Leben oder das anderer retten. Die meisten von uns können mit kurzfristigen Stressphasen gut umgehen.
Wie entsteht negativer Stress?
Stress kann durch unterschiedliche körperliche und seelische Reize ausgelöst werden: Überforderung im Beruf, Lärm, Ängste, soziale Probleme u. v. m.! Sind wir der täglichen Arbeitsbelastung aber nicht mehr gewachsen, wird der tägliche Gang zur Arbeit zur Qual.
Mobilisiert positiver Stress also Kraftreserven und motiviert, macht dauerhaft negativer Stress krank, blockiert und lähmt uns. Die Anzeichen und Folgen sind vielfältig:
- körperlich (z. B. durch Kopf-, Rücken, Gliederschmerzen, Tinnitus, Herz-, Kreislauf-, Verdauungsbeschwerden und Allergien bis hin zum Herzinfarkt)
- geistig (Konzentrationsmangel, Vergesslichkeit, abnehmende Lernbereitschaft, zunehmende Unaufmerksamkeit) Fehler und Fehlentscheidungen schleichen sich ein
- seelisch (nachlassende Toleranz, Überforderungsgefühl, Unzufriedenheit und Ängste!), bis hin zum völligen Ausgebranntsein, dem Burn-out, und/oder einer schweren
Depression
Auch Süchte, wie übermäßiger Alkoholkonsum und Medikamentenmissbrauch, sind bei stressbelasteten Menschen anzutreffen.
Stress ist eine subjektive Angelegenheit – jeder empfindet in anderen Situationen Stress.
Es genügt also nicht, zu wissen, dass es den positiven Eu-Stress und den negativen Dis-Stress gibt, sondern es muss gelingen diese bei sich selbst zu unterscheiden, den negativen zu erkennen, Techniken zu beherrschen, ihn zu verhindern, oder dem Stress positiv zu begegnen und ihn aufzulösen.
Ob und wie wir Stress erleben, hängt im Wesentlichen von den drei Säulen des Stresses ab: den äußeren Stressoren, den eigenen inneren Bewertungen sowie den individuellen körperlichen Reaktionen. Negativer Stress ist also auch eine Bewertungsfrage. Wenn wir etwas negativ bewerten, blockieren Stresshormone infolge auch den Nervenfaserstrang (Corpus callosum) zwischen rechter und linker Gehirnhälfte. Die Bevorzugung einer Gehirnhälfte bzw. die mangelnde Zusammenarbeit hat Folgen. Trotz Leistungsbereitschaft des Körpers fühlen wir uns dann schlecht, lust- und antriebslos und können unser (geistiges) Potential nicht mehr entfalten. Unser Gesamtsystem (der Körper) wird auf Kampf oder Flucht eingestellt, das Denken ausgeschaltet. Oft existiert gar keine reale Bedrohung, sondern nur mentaler Stress.
Doch es gibt sie natürlich, die realen Stressfaktoren – zunehmend und dies international. Laut einer Studie in 13 Ländern liegt Deutschland im Stress-Ranking (Stresszunahme in den letzten zwei Jahren) zwar noch weit hinten und doch bei erschreckenden 50 Prozent.
Folgende Ursachen werden genannt
- zunehmender Leistungsdruck
- gestiegener Kundendruck
- zunehmender Umsatzdruck
- Furcht vor Arbeitslosigkeit (und deren Folgen)
- Verlust von guten Kollegen
- fehlende Hilfe von Vorgesetzten
- Wettkampf unter Kollegen
Nicht alle Stressursachen kann man selbst beeinflussen. Verändern kann man aber die Art, wie man darauf reagiert. Einig sind sich alle Fachleute, dass negativem Stress am besten begegnet werden kann, wenn man sich jederzeit und überall entspannen sowie gelassen und positiv eingestellt reagieren kann.
Wie mache ich und wie schaffe ich das?
Eine hochwirksame und für jeden erlernbare Methode als Grundlage ist das autogene Training nach Prof. J. H. Schulz! Einmal erlernt und gepflegt, kann man sich jederzeit und überall entspannen! Diese medizinisch anerkannte Methode wird deshalb von uns als Präventionsmaßnahme in speziellen Kursen bezuschusst.
Bitte beachten Sie folgende Hinweise:
Bei Eigeninitiative durch Teilnahme an Kursen in den Bereichen Bewegung, Ernährung, Entspannung oder Suchtprävention (z. B. Wirbelsäulengymnastik, Aqua-Jogging, Yoga oder Ernährungsberatung) erhalten Sie bis max. 310 Euro Zuschuss pro Kalenderjahr (zwei Kurse im Kalenderjahr 85 Prozent max. 155 Euro je Kurs). Bitte beachten Sie, dass gleiche Maßnahmen im Folgejahr nicht bezuschusst werden können. Aufgrund gesetzlicher Neuregelungen ist es jedoch für alle gesetzlichen Krankenkassen ab dem 1. Januar 2011 leider nicht mehr möglich, folgende Angebote zu fördern:
- Angebote des allgemeinen Freizeit- und Breitensports
- Maßnahmen, die vorwiegend dem Erlernen einer Sportart dienen
- Maßnahmen, die einseitige körperliche Belastungen erfordern
- überwiegend gerätegestützte Angebote
- Angebote, die an die Nutzung von Geräten bestimmter Hersteller gebunden sind
- diverse Dauerangebote (Fitnessstudio, Kieser Training)
