Eine Prise Salz …

Eine Prise Salz …

Zu viel Salz

Ernährungsmediziner warnen davor, zu viel Salz zu sich zu nehmen, denn Salz kann sich negativ auf Herz und Kreislauf auswirken. Empfohlen werden von verschiedenen Ernährungswissenschaftlern circa zwei bis sechs Gramm pro Tag. Auch wenn sich das im ersten Moment viel anhört, die deutsche Bevölkerung verzehrt im Schnitt das Doppelte, und das kann dem Körper schaden.

Es gibt Menschen, die greifen zum Salzstreuer, sobald der Teller vor der Nase steht. Sie finden das Essen von vornherein fad und bevor Sie einen Löffel von der Suppe probiert haben, lassen sie viele weiße Körner auf das Essen rieseln – das ist zu viel des Guten, denn Salz versteckt sich bereits in vielen Lebensmitteln, vor allem in Fertig- und Dosengerichten. Eine halbe Fertigpizza zum Beispiel kann bis zu 3,3 Gramm Salz enthalten, bei 100 Gramm Wurst und Käse sind bis zu sechs Gramm keine Seltenheit.

Ein hoher Salzkonsum könne den Blutdruck erhöhen, Erkrankungen am Herz oder an den Nieren hervorrufen sowie Schlaganfälle und andere Gefäßkrankheiten begünstigen, so die Wissenschaftler. Studien zufolge soll es einen eindeutigen Zusammenhang zwischen dem Salzverzehr und Gefäßverschlüssen geben. Salzspar- endes Kochen ist besonders für Kinder wichtig. In den ersten Lebensjahren bildet sich die Gewöhnung an den salzigen Geschmack aus; dosieren Sie deshalb insbesondere bei Kleinkindern ganz behutsam.

Tatsache ist, dass Salz sich in sehr vielfältiger Weise gesundheitsfördernd auswirkt. Es würzt nicht nur unser Frühstücksei, sondern ist ein lebenswichtiges Mineral. Ohne Salz wären unsere Zellen im Körper nicht lebensfähig und der Wasserhaushalt würde aus den Fugen geraten. Salz hält den „osmotischen“ Druck in unseren Gefäßen aufrecht, der den Transport von Nährstoffen in unsere Zellen ermöglicht.

Darüber hinaus ist Salz unter anderem beteiligt an der Übertragung von Nervenreizen, der Muskelent-spannung und dem Knochenaufbau. Da Salz auch das Wasser im Körper bindet, könnte ein Salzmangel zu Austrocknung führen. Müdigkeit, Kopfschmerzen und Schwindel und schlimmstenfalls ein Kreislaufkollaps können die Folge sein. Insbesondere bei älteren Menschen kann der Wasser- und Nährstoff- haushalt durch Salzmangel ganz empfindlich gestört werden. Wer viel schwitzt oder anderweitig zu viel Flüssigkeit ausscheidet, kann einen Tagesbedarf an Salz von bis zu zwanzig Gramm haben. Sportler dürfen daher kräftiger zulangen.

Das „weiße Gold“

Vor Tausenden von Jahren wurde Salz als „weißes Gold“ höher geschätzt als das wertvolle Edelmetall. Es wurde als Hochzeitsgeschenk gereicht oder den Arbeitern als „Salär“ gegeben. Auch wenn heutzutage Salz zu einem billigen und immer verfügbaren Würz- und Lebensmittel geworden ist, es ist lebenswichtig und bleibt somit das weiße Gold.

Sicher kennen Sie das Sprichwort: „Ist das Essen versalzen, ist der Koch verliebt.“ Es geht auf den antiken Glauben zurück. Damals meinte man, dass zu wenig Salz die männliche Potenz schwächen würde. Ein gut gewürztes Essen diente damals als Aphrodisiakum.

Seit Kurzem wird intensiv Werbung für besondere Salze gemacht und das ordinäre Kochsalz bekommt mächtig Konkurrenz. In den Regalen des Supermarktes steht eine vielfältige Auswahl zur Verfügung und die Empfehlungen reichen von sinnvoll bis unsinnig. Wir stellen drei bekannte Sorten der edlen Kristalle vor.

Fleur de Sel

Auf deutsch die „Salzblume“ gilt als eine der edelsten Formen. Es ist das beste Meersalz, entsteht nur an heißen und windstillen Tagen als hauchdünne Schicht an der Wasseroberfläche und wird in Handarbeit mit einer Holzschaufel abgeschöpft. Gourmets schätzen den Geschmack wegen der Calcium- und Magnesiumsulfat-Anteile, die im Steinsalz nicht enthalten sind, und verwenden es zur Verfeinerung von Speisen.

Sel gris

Unterhalb des Fleur de Sel wird das Sel gris, das „graue Salz“, angeschöpft. Eine Variante für die verfeinerte Küche. In den Salzkristallen sind Schwebestoffe aus der Alge Dunaliella salina und Sedimentteilchen eingeschlossen. Die während der Reifung vom Untergrund der Becken in den Salzgärten eingetragenen Substanzen verleihen diesem Meersalz eine graue Farbe. Die Algen und die Tonschwebstoffe ergeben einen höheren Anteil an Mineralstoffen und Spurenelementen. Sel gris besitzt eine hohe Restfeuchte und muss daher in einer rostbeständigen Salzmühle oder im Mörser zerkleinert werden.

Himalaya Salz

Anders als der Name nahelegt, stammt das Salz nicht aus der Himalaya-Region, sondern im Wesentlichen aus dem Salzbergwerk Khewra im Salzgebirge in der pakistanischen Provinz Punjab. Ein kleinerer Teil des als Himalaya-Salz vertriebenen Salzes stammt aus polnischem Bergbau. Viele sagen den leicht rosa gefärbten Kristallen eine wahre Wunderwirkung nach, die Deutsche Gesellschaft für Ernährung kann dies jedoch nicht bestätigen.

Sole – heilen mit der Kraft des Salzes

Die heilende Wirkung von in Wasser gelösten Salzkristallen, der sogenannten Sole, kennen wir seit Hunderten von Jahren. Sie sollen den Stoffwechsel und die Durchblutung fördern sowie Therapien bei Schuppenflechte und Neurodermitis verbessern. Der Aufenthalt in sogenannten Salz- grotten wirkt unterstützend bei Erkrankungen der Atemwege und zur Behandlung von Allergien.