Esse zu Mittag wie ein Edelmann

Wenn man die Essgewohnheiten der Deutschen zur Mittagszeit unter die Lupe nimmt, wird
schnell klar: Nicht jeder hat die Zeit oder die Muße, sich mittags vollwertig und gesund zu ernähren. Doch wo und was essen die Deutschen heutzutage zur Mittagszeit?

Zuhause

Der Klassiker. In den letzten Jahrzehnten kam das Mittagessen meist daheim auf den Tisch. Typischerweise saßen Mutti, Vati, Kind und Kegel gemeinsam über dem Hackbraten oder der Spaghetti bolognese.

Die Veränderung der Alltagsbedingungen und der Trend hin zu modernen Lebensweisen haben natürlich auch ihre Auswirkungen auf das mittägliche Essverhalten. Das Mittagessen mit der Familie zuhause wird immer seltener – aufgrund der geforderten Flexibilität im Job, größerer Entfernungen, fehlender Zeit sowie schnellen und günstigen Essensalternativen. Das Abendessen übernimmt diese Rolle mehr und mehr.

Fast Food für zwischendurch

Ein Trend am heimischen Herd ist der Griff zu Tiefkühl- und Fertigprodukten. Möglicherweise wirkt sich hier neben der immer öfter fehlenden Zeit auch die zunehmenden Singlehaushalte aus. Denn das Mittagessen zuhause, wie wir es kennen, ist klassisches “Mutter-Revier”.

Kantine

Abwechslung wie zuhause – eine gute Idee, die gerade in großen Unternehmen schon lange umgesetzt wird. Erfreulich daran: Convenience-Produkte haben mittlerweile eine sehr hohe
Qualität. Das klassisch muffige Kantinenessen, das früher einfach nicht schmecken wolle, ist
passé.

Wie kostengünstig, gut und abwechslungsreich das Essen ist, hängt natürlich von der Kantine ab. Die Spanne reicht von der 1-Euro-Küche bis zum exklusiven Gourmet-Angebot. Den einen großen Vorteil gegenüber dem Mittagessen zuhause bieten aber alle: Das Essen ist bereits fertig. Man muss nur auswählen.

Kantinen sind keine Dönerbuden

Leider ist das ein entscheidender Haken an der Sache: Denn wo es keine Kantine gibt, sind auch keine Vorteile. Hat man aber die Möglichkeit, ist die Kantine für den Mittag durchaus eine gute Alternative.

Fast Food

…liegt voll im Trend. Wer kennt sie nicht, die Burger-Ketten, Dönerbuden, Grillwurststände, diversen Coffee-and-Snack-Bars oder die Pizzatheke um die Ecke. Wo man geht und steht, locken Angebote für jede Art von Hunger. Das ist schnell, praktisch und modern. Schnell muss es gehen, mitnehmbar muss es sein. Das ist der große Pluspunkt der Fast-Food-Idee und der Grund für den großen Erfolg des Konzepts. Ein klarer Nachteil: Die Fast-Food-Klassiker sind oft fettig und wenig nährstoffreich. Ein gutes und ausgewogenes Mittagessen können sie auf Dauer kaum ersetzen.

Mehr als Hüftgold

Über Burger und Fritten hinaus bieten die Fast-Food-Ketten mittlerweile jede Menge Auswahl. Für jeden Geschmack ist etwas dabei. Und für ihr Image reagieren Fast-Food-Anbieter auch auf Trends: Neben den Klassikern, die ordentlich auf die Hüften gehen, stehen teilweise auch gesundheitsbewusste Alternativen wie Salate zur Auswahl. Fast Food? Durchaus eine gute Sache – allerdings nur in Maßen!