Köstliche Säfte aus frischen Früchten
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Erfrischende Frühlingsrezepte…
Die Deutschen sind Weltmeister im Trinken von Fruchtsaft. Etwa 40 Liter hat der Bundesbürger im vergangenen Jahr getrunken. Obwohl viele tagtäglich zum morgendlichen Orangensaft greifen oder sich Apfelschorlen mixen, fragen sich die wenigsten, welchen Weg ein Apfel oder eine Orange auf dem Weg in die Flasche eigentlich zurückgelegt hat.
Der lange Weg bis ins Glas
Die Saftherstellung beginnt mit dem Verlesen der frischen Früchte. Bei Äpfeln und Trauben folgt danach das Maischen, was im Grunde nichts anderes ist als ein Zerquetschen der Früchte. Dieser Brei, die Maische, wird ausgepresst. Kirschen und andere Steinfrüchte müssen vor dem Entsaften noch entsteint werden. Will man einen klaren Saft haben, muss man die gewonnene Flüssigkeit durch einen Filter geben. Dieser Arbeitsschritt wird bei naturtrüben Apfel- oder Orangensäften mit Fruchtfleisch ausgelassen. Nach dem Entsaften wird einigen Säften, so zum Beispiel Grapefruit- oder Orangensaft, das Wasser entzogen. Das so gewonnene
Konzentrat lässt sich nicht nur besser lagern, sondern auch leichter transportieren. Immerhin legen Säfte aus Zitrus- oder Passionsfrüchten einen langen Weg zurück. In großen Kühltanks gelangt das Saftkonzentrat nach Europa und wird hier wieder mit Wasser verdünnt. Unmittelbar vor dem Abfüllen werden Säfte wenige Sekunden auf zirka 85 Grad Celsius erhitzt und sofort wieder abgekühlt. Durch das Pasteurisieren bleiben sie lange haltbar, ohne ihre wertvollen Inhaltsstoffe zu verlieren. Wenn man nun im Supermarkt darauf achtet, einen Saft mit hohem Fruchtanteil zu kaufen, hat man quasi die volle Frucht im Glas.
Holundersaft
Man nehme:
- 100 Holunder-Blütendolden
- 1 Liter Zitronensaft (nicht den billigsten nehmen, er kann den Geschmack mindern)
- 3 Liter Wasser
Und so geht's:
Die Blütendolden ca. eineinhalb Tage einweichen, abseihen und anschließend zu 10 Liter mit Wasser auffüllen (großer Eimer) und mit den folgenden Zutaten vermengen:
- 0,5 Liter Obstessig
- 1 kg Zucker
Alles aufkochen und in Flaschen abfüllen, sofort zuschrauben. Den Saft kann man gut ein Jahr kühl (Keller) aufbewahren. Schmeckt mit Sprudel verdünnt am besten. Bei den Blütendolden muss man darauf achten, dass die Blüten offen, aber noch nicht verblüht sind und beim Schütteln abfallen.
Ananassaft
Frisch gepresst enthält Ananassaft das Enzym Bromelain, das kurzen Prozess mit Fetten macht. Somit ist der Saft genau das Richtige für Figurbewusste.
Und so geht's:
Eine Ananas schälen, in mittelgroße Stücke schneiden und mit dem Saft einer Zitrone in den Entsafter geben. Anschließend mit Fruchtfleisch und Kernen von drei Passionsfrüchten verfeinern. Je nach Reife und Süße der Ananas können Sie mit Honig oder Zucker nach Belieben nachsüßen. Und noch ein Gesundheitstipp: Ananas soll lindernd bei Halsschmerzen, Husten und Magenverstimmungen wirken. Außerdem ist das gelbe Fruchtgemisch eine echte Gaumenfreude.
Marzipan-Mangosaft
Man nehme:
- 2 Mangos
- 3 Apfelsinen
- 2 Esslöffel Mandeln
- 20 Gramm Marzipanrohmasse
- 2 Teelöffel Honig
Und so geht's:
Die Apfelsinen auspressen. Die Mangos schälen und das Fruchtfleisch vom Kern schneiden, grob zerkleinern. Saft und Mango zusammen mit Marzipan, Mandeln und Honig in den Mixer geben und gut durchpürieren. Wer mag, gießt den Saft über Eiswürfel ins Glas. Bitte sofort genießen, denn sonst setzt sich der Saft ab.
