Vital dank Vitaminen

Vital dank Vitaminen

„Kleine Lebensgeister“

Was wären wir ohne Vitamine! Sie sorgen für starke Knochen und Zähne, fördern Fitness und Wohlbefinden und sind generell unverzichtbar für die Ge sundheit. Von solchen Wohltätern kann man gar nicht genug zu sich nehmen – sollte man meinen. Doch zu viele Vitamine sind eher schädlich als nützlich. Welche Vitamine was nutzen und wer wie viel da von konsumieren sollte: Wir verraten es Ihnen!

Vitamine – was steckt dahinter?

Vitamine gehören zu den lebenswichtigen Nährstoffen. Anders als zum Beispiel Eiweiße oder Zucker sind sie keine chemisch einheitliche Stoffgruppe, sondern organische Verbindungen. Bis heute sind 13 Vitamine bekannt. Einerseits die in der Leber gespeicherten, fettlöslichen Vitamine A, D, E, K, andererseits die wasserlöslichen Exemplare C und B, die täglich neu aufgenommen werden müssen.

Warum Vitamine?

Auch wenn wir täglich nur etwa 100 Milligramm von ihnen brauchen, sind Vitamine an fast allen Prozessen unseres Stoffwechsels entscheidend beteiligt. Nervenzellen, Immunsystem, Zähne, Haare und Knochen sind von ihnen abhängig. Bei Vitaminmangel hingegen riskiert man Krankheiten wie „Skorbut“, die bekannte Seefahrerkrankheit. Schon Kolumbus hat das erkannt und seine Mannschaft vorsorglich mit den Vitamin-C-Bomben, den Zitronen, versorgt. Immerhin, einige Vitamine kann unser Körper selbst herstellen. Die meisten aber müssen wir mit der Nahrung regelmäßig wieder aufnehmen. Denn sie werden über die Nieren ebenso regelmäßig ausgeschieden.

Nicht zu viel des Guten

Die Zufuhr ist im Grunde ganz einfach: Frische, abwechslungsreiche Lebensmittel heißt die Zauberformel, um einen Großteil des Bedarfs abzudecken. Doch Gemüse und Obst allein genügen nicht für die Rundumversorgung. Denn B-Vitamine kommen vor allem in tierischen Lebensmitteln vor. Deshalb ist es für Vegetarier wichtig, zumindest Eier und Milchprodukte zu verzehren und im Idealfall mehrmals in der Woche Fisch zu essen. Veganer laufen Gefahr, nicht ausreichend mit dem für die Funktion von Nervenzellen notwendigen Vitamin B12 versorgt zu sein. Ebenfalls hilfreich ist, sich tagsüber an der frischen Luft zu bewegen. Denn das für die Einlagerung von Calcium in unsere Knochen so wichtige Vitamin D können wir auch selbst durch Sonnenlicht bilden. Doch Vorsicht bei den fettlöslichen Vitaminen. Diese werden schneller gespeichert als verbraucht. Nimmt man zu viele davon auf – etwa durch zusätzliche Vitaminpräparate – kann das für den Körper auch negative Auswirkungen haben. Vitamin C etwa kann bei einer extremen Überdosierung zu Durchfall, Vitamin A zu Haarausfall führen.

Vitamine für jedermann?

Fest steht also: Wir alle brauchen Vitamine. Doch der individuelle Mengenbedarf kann von Person zu Person sehr unterschiedlich sein, denn er steigt bei körperlicher und psychischer Belastung. Kinder und Jugendliche brauchen mehr als Erwachsene, schwangere und stillende Frauen haben ebenfalls einen erhöhten Vitaminbedarf. Selbiges gilt für Menschen, die auf Diät sind, unter chronischen Erkrankungen leiden oder häufig Medikamente einnehmen.

Vitamine und ihre Wirkung

Vitamine sind wahre Muntermacher. Wir stellen einige ihrer möglichen positiven Effekte vor:

  • A-Vitamine stärken Nägel, Haare und Augen. Vorsicht: Bei Überdosierung kann der Effekt auch ins Negative umschlagen.
  • B-Vitamine können die Anfälligkeit für Migräne deutlich senken sowie gegen Verstimmung und Antriebsarmut wirken.
  • Vitamin E kann bei Hepatitis zu normalen Blutwerten und sogar zum Senken der Virusmenge beitragen. Bei Alzheimer hilft es den Nervenzellen, im Gehirn länger zu überleben.
  • Vitamin C kann die Adernverkalkung aufhalten. Regelmäßig eingenommen, senkt es das Risiko für den „Grauen Star“ und bekämpft freie Radikale.
  • Vitamin D ist gut für Knochen und Knorpel

Einige Vitaminlieferanten im Überblick

  • Kalbsleber sichert die Versorgung mit Vitamin A, D und verschiedenen B-Vitaminen.
  • Fenchel liefert jede Menge Vitamin C – sogar deutlich mehr als Zitrusfrüchte. Auch Kiwis, Petersilie und Sauerkraut sind Vitamin-C-Bomben.
  • Eier sind neben diversen B-Vitaminen auch reich an A, D und K.
  • Hering und Thunfisch beinhalten die Vitamine D und B.
  • Lebertran ist der klassische Vitamin-A-Lieferant.
  • Weizenkeimöl versorgt ebenso wie diverse Nüsse mit ordentlich Vitamin E.

Vitamin C – wie viel und wie oft?

Speziell Nahrungsergänzungsmittel werben häufig mit hochdosiertem Vitamin C als Schutz vor Erkältungen. Tatsächlich sollte eine ausreichende Versorgung schon sein, um sicherzustellen, dass das Immunsystem nicht geschwächt wird. Extra Vitamin-C-Pusher sind bei gesunder Ernährung allerdings überflüssig – zwei Gläser Orangensaft decken in der Regel bereits den Tagesbedarf. Wenn überhaupt, sollten zusätzliche Dosen – wie bei allen Vitaminpräparaten – nur auf Anraten des Arztes eingenommen werden.