Wenn Körperfett krank macht
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Wenn Körperfett krank macht
Übergewicht ist mittlerweile mehr als ein optisches Problem. Die sogenannte „dicke Epidemie“ betrifft jeden zweiten Erwachsenen und jedes fünfte Kind in Deutschland mit weitreichenden Folgen für die Gesundheit und die Lebenserwartung. Besonders die Auswirkungen des Körperfetts auf den Stoffwechsel stehen derzeit im Mittelpunkt der Forschung. Aktuelle Ergebnisse liefern gute Gründe, warum sich Schlanksein lohnt.
Der menschliche Körper ist seit Urzeiten auf Speichern eingestellt. Schließlich brauchte der Homo sapiens in harten Zeiten etwas zum Zehren. In unserer Überflussgesellschaft wirkt sich dieser lebenswichtige Mechanismus nun negativ aus. Denn jeder Mensch verträgt nur eine gewisse Menge an Körperfett. Wird diese Menge überschritten, verwandelt sich das übermäßige Fettgewebe zu einem „Organ“: Es übernimmt die Kontrolle über Hunger und Sättigungsgefühl, produziert Hormone und Entzündungsfaktoren.
Wenn der Stoffwechsel aus dem Ruder läuft
Mittlerweile sind über 100 Stoffe bekannt, die von übergroßem Fettgewebe freigesetzt werden und den Stoffwechsel aus dem Ruder laufen lassen. Sie werden als Adipokine bezeichnet. Besondere Beachtung erfahren dabei einige Hormone, die durch zu viel Körperfett aus dem Gleichgewicht geraten – so wie das Adiponektin. Eigentlich wird es vom sogenannten „leeren“ Fettgewebe produziert. Die damit verbundenen Adiponektinwerte im Blut fördern die Gesundheit, denn sie verbessern die Insulinwirkung, arbeiten antientzündlich und schützen die Gefäße. Ist das Fettgewebe hingegen gefüllt wie beim Übergewicht, sinkt die Adiponektinproduktion und damit auch die Konzentration dieses Hormons im Blut. Die Folgen: Nüchtern-Blutzucker und Blutdruck steigen und die Fettwerte im Blut verschlechtern sich. Es entsteht das sogenannte „tödliche Quartett“ aus Übergewicht, (Prä-)Diabetes, Bluthochdruck und Fettstoffwechsel-störung.
Einfluss auf die Sexualhormone
Aber auch die menschlichen Sexualhormone werden von zu viel Körperfett aus dem Gleichgewicht gebracht. So sinkt der Testosteronspiegel bei etwa 40 % der übergewichtigen Männer – mit möglichen Folgen für Sexualität, Psyche und Muskelkraft. Bei Frauen kann Übergewicht zu hohen und starren Östron Konzen-trationen (Östron ist ein Hormon, das zu den sog. Östrogenen gehört) führen, die dann den weiblichen Zyklus negativ beeinflussen: Der Eisprung kommt unregelmäßig oder setzt aus. Auch die Rate an Aborten und Frühgeburten kann sich dadurch deutlich erhöhen.
Entzündungsfaktoren, Stoffwechselentgleisung und Krebs
Auch die im Fettgewebe entstehenden Entzündungsfaktoren beeinträchtigen die Gesundheit maßgeblich. Das Risiko für Herzinfarkt und Diabetes steigt um das Dreifache. Neueste Forschungsergebnisse deuten sogar darauf hin, dass die durch Übergewicht entstehenden Entzündungsprozesse im Fettgewebe nicht nur die Entstehung von Diabetes, sondern auch das Krebswachstum fördern. Denn durch die Entzündungen wird die Immunabwehr geschwächt.
Den Stoffwechsel wieder normalisieren
Nun zu den guten Nachrichten: Durch die richtige Ernährung kann der Stoffwechsel wieder ins Lot gebracht werden. So sinkt der Blutdruck pro abgenommenem Kilogramm Körpergewicht um 2 mmHg systolisch und 1 mmHg diastolisch. Und nur 5 Kilogramm Gewichtsverlust senken bei Prä-Diabetikern das Risiko für die Entstehung eines manifesten Diabetes um ganze 60 %.
Muskeln rauf, Fett runter – Ihre BKK hilft beim Abnehmen
Um eine figurfreundliche Ernährung zu praktizieren und dabei abzunehmen, brauchen Sie keine Wunder, sondern einen guten Kurs und Experten, die im Fall des Falles weiterhelfen.
Ein Fitness-Check verhilft zu einem persönlichen Bewegungsprogramm für mehr Muskeln und weniger Fett. In den folgenden Schritten beschäftigen Sie sich mit der richtigen Kohlenhydratmenge. Denn auch ein Zuviel an Kohlenhydraten kann leicht zu wachsenden Fettpölsterchen führen. Zum Schluss erhalten Sie wichtige Hinweise zu Durchhaltestrategien, Verhaltensmustern und Motivation.
