Endlich Schulkind!

Endlich Schulkind!

Viele der frischgebackenen Erstklässler freuen sich schon Monate im Voraus darauf, endlich zu den „Großen“ zu gehören und in die Schule zu gehen. Neben viel Spaß bringt der neue Lebensabschnitt auch viele Veränderungen mit sich, an die sich Ihr Nachwuchs erst einmal gewöhnen muss.

Schule ist der erste große Schritt in Richtung Selbstständigkeit, vieles was vorher mit Hilfe von Mama oder der Erzieherin im Kindergarten ganz einfach geklappt hat, muss der Erstklässler jetzt eigenständig erledigen. Hier ist es wichtig, das Kind zu fördern, aber nicht zu überfordern: Geben Sie Ihrem Kind Zeit, sich an die neue Situation zu gewöhnen. Vor der Konzentration auf das Lernen stehen die Orientierung im sozialen Umfeld, die Suche nach neuen Freunden und das Zurechtfinden in der neuen Umgebung.

Leichter lernen

Ihr Kind muss in der Schule lernen, sich an neue Regeln und feste Zeiten zu gewöhnen. Sie helfen ihm dabei, in dem Sie auch zu Hause Regelmäßigkeiten schaffen: Ein Wochenplan, in dem alle Termine festgehalten sind, strukturiert den Alltag. Erfassen Sie auch Hausaufgaben, Klavierunterricht und Treffen mit Freunden. Seien Sie Ihrem Kind ein Vorbild, indem Sie sich an Absprachen halten, und achten Sie darauf, dass der Wochenplan eingehalten wird.

Beziehen Sie Ihr Kind in Entscheidungen ein und ermuntern Sie es zur Selbstständigkeit. Das gilt auch in Sachen Hausaufgaben. Geben Sie Ihrem Kind ein Zeitfenster, in dem es selbst entscheiden kann, wann es sich an die Schularbeiten setzen möchte. Manche Kinder brauchen nach der Schule erst einmal Zeit, um zur Ruhe zu kommen oder spielen lieber noch eine Runde mit den Geschwistern. Andere erledigen gerne erst die „unangenehmen“ Hausaufgaben, um anschließend Freizeit zu haben. Auch das „Wo“ ist entscheidend für gelingende Hausaufgaben. Dabei kommt es jedoch weniger darauf an, immer am eigenen Schreibtisch zu sitzen, sondern in einer Umgebung, in der Ihr Kind sich wohlfühlt, die sauber ist, Platz und wenig Ablenkung bietet. Wichtig sind auch kleine Pausen während der Hausaufgaben. Sechsjährige können sich gerade mal 15 Minuten am Stück konzentrieren.

In den ersten beiden Schuljahren fällt es manchmal noch schwer, die Arbeitsmaterialien in Ordnung zu halten. Lassen Sie trotzdem Ihr Kind den Schulranzen selber packen und sehen Sie anschließend nach, ob alle notwendigen Schulsachen enthalten sind. Selbstständigkeit schadet auch im Jahre 2011 nicht!

Lernen macht Spaß

Wer seinen Nachwuchs für Dinge lobt, die gut klappen, erhöht den Anreiz zum Lernen. Dabei können Aufgaben auch ruhig mal kniffliger sein. Löst Ihr Kind sie trotzdem, erhöht das die Motivation für zukünftige Anstrengungen. Doch auch Fehler dürfen passieren. Am besten ist es für den Lernerfolg und das eigene Selbstbewusstsein, wenn die Kleinen die Möglichkeit bekommen, selbst zu entdecken, was nicht stimmt, und alleine zur richtigen Lösung finden. Über negatives Feedback können Kinder ohnehin erst ab einem Alter von elf bis 13 Jahren lernen. Führen Sie den Nachwuchs am besten spielerisch ans Lernen heran: Spiele wie Memory machen nicht nur Spaß, sondern fördern auch die Lern- und Konzentrationsfähigkeit. Auch im Alltag lassen sich Spiel- und Lernideen verpacken: Findet Ihr Sprössling seinen Namen in der Buchstabensuppe und zählt er, wie viele Goldfische im Aquarium schwimmen? Dabei ist es jedoch wichtig, darauf zu achten, dass auch das unbeschwerte Spielen nicht zu kurz kommt.