Gaming gegen Gewichtsprobleme?
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Gaming gegen Gewichtsprobleme?
In Maßen statt Massen müssen Videospiele nicht schädlich sein – im Gegenteil
„Mama, Papa, darf ich mir ein neues Videospiel kaufen?” Die meisten Eltern kennen diesen Satz nur zu gut. Ist der Wunsch dann erfüllt, sind die Kinder meist gar nicht mehr von PC oder Konsole wegzubekommen. Dabei wäre es doch viel besser, die Kleinen würden Sport treiben, so die landläufige Meinung. Doch in Maßen konsumiert und mit den richtigen Titeln können Computerspiele zumindest ein Stück weit Spaß und sportliche Betätigung kombinieren.
In den Frühzeiten von Videospielen hat sich insbesondere ein von den Medien mit Vorliebe verbreitetes Bild in den Köpfen festgesetzt: Hohlwangige Kids mit dicken Augenringen in verlotterten Klamotten, die bei Chips und Cola tagelang in abgedunkelten Räumen auf dem Sofa sitzen und Killerspiele zocken. Doch das ist längst überholt. Die moderne Technik macht’s möglich, dass Videogames nicht nur zum Spaß für die ganze Familie werden, sondern sogar Couchpotatoes zum Gelegenheits-Sportler machen.
Spieler und Spielfigur schuften gemeinsam
Joypads und Sticks ohne Kabel schaffen Bewegungsfreiraum, spezielle Controller übermitteln die Bewegungen des Spielers 1:1 auf die Figur am Bildschirm. Das nutzen clevere Spieledesigner für „virtuellen Sport”. Ob Tennis, Bowling, Joggen, Boxen oder gar Yoga, aktuelle Games holen den Benutzer aus dem Sessel. Damit der „Avatar”, also die Figur im Spiel, einen rechten Haken ausführt, einen Topspin schlägt oder über eine Hürde springt, muss der Spieler diese Bewegung selbst durchführen. So lassen sich Koordination, Balance, Ausdauer und Gelenkigkeit trainieren. Trophäen, neue Levels und Übungen, Kalorienzähler oder Ratschläge von virtuellen „Trainern” sorgen für zusätzliche Motivation bei den Zockern. Und das Beste daran ist: Ausreden wie schlechtes Wetter, lange Fahrt zum Training oder teure Mitgliedsbeiträge entfallen komplett.
Normaler Sport ade?
Bei allen Vorteilen der schönen neuen Videospielwelt, ein gleichwertiger Ersatz für Sport und Bewegung ist sie nicht. Frische Luft, die Möglichkeit, im Verein neue Leute kennenzulernen sowie die Tatsache, dass man beim echten Fußball oder Badminton letztlich doch mehr Kalorien verbrennt, sind einfach unschlagbare Argumente. Dennoch sollten Eltern das Zocken nicht grundsätzlich verdammen – machen Sie doch stattdessen einfach mal eine Runde virtuelles Bowling oder Tennis mit!
Tipps für ambitionierte Konsolensportler
Xbox 360 Kinect:
Hier wird der Spieler selbst zum Controller. Beim „Kinect Sports“-Game etwa stehen sechs Disziplinen zur Wahl: Bowling, Boxen, Fußball, Beachvolleyball, Tischtennis und Leichtathletik.
Nintendo Wii Play Motion:
Mit der Wii-Plus-Fernbedienung bedienen ein oder mehrere Spieler ihre selbst gestalteten Alter Egos am Bildschirm. Die machen ihnen jede Bewegung exakt nach – ob es darum geht, im Weltall an einer Raumstation anzudocken, Eiskugeln zu balancieren oder Steine übers Wasser hüpfen zu lassen.
