Eltern werden ist nicht schwer …

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… dies mag zum Teil noch auf die “Entstehungsgeschichte” zutreffen, mit zunehmender Schwangerschaft jedoch rücken mehr Fragen in den Mittelpunkt, die die werdenden Eltern über alle Maßen beschäftigen. Ging es früher zumeist immer darum, sich zu entscheiden, wo der Nachwuchs das Licht der Welt erblicken solle, muss man heutzutage auch zwischen diversen Geburtsarten wählen.

Doch welche ist die Richtige?

Die Hausgeburt

War es früher noch üblich, in den eigenen vier Wänden zu entbinden, so ist dies heute eher die Ausnahme. Trotzdem gilt diese Art der Geburt für viele Frauen als die ideale, da sie bei der Niederkunft in ihrer gewohnten Umgebung sind. Das hektische, kalte Treiben im Kreißsaal weicht dabei dem vertrauten Umfeld und lässt die werdenden Mütter besser entspannen.
Bei Hausgeburten ist üblicherweise nur die Hebamme anwesend, was eine gründliche und intensive Vorarbeit erfordert, damit die Geburt später reibungslos verlaufen kann. Eine Hausgeburt ist jedoch nicht für alle Gebärenden ratsam, in den folgenden Fällen ist hiervon abzuraten:

  • bei gesundheitlichen Problemen, die mit der Schwangerschaft einhergehen
  • bei einer möglichen Frühgeburt
  • bei Mehrlingsgeburten
  • bei einem zu kleinen oder auch zu großen Kind
  • bei einer ungewöhnlichen Lage des Kindes
  • wenn die nächste Klinik weit entfernt ist

Das Geburtshaus

Geburtshäuser sind zwar nicht ganz so vertraut wie die eigenen vier Wände, dennoch bieten sie eine viel persönlichere Atmosphäre als eine Klinik. Geburtshäuser werden von Hebammen geführt, was im Falle von Problemen während der Geburt oft eine Verlegung in ein Krankenhaus erforderlich macht, da hier nur auf natürliche Art und Weise entbunden werden kann.

Die Wassergeburt

Die Wassergeburt wird inzwischen von sehr vielen Entbindungskliniken angeboten und bietet eine spezielle Schmerzlinderung während der Geburt. Angst, Verspannungen und Schmerzen werden durch das warme Wasser erfolgreich abgeschwächt und der Muttermund öffnet sich leichter. Zudem ist die Häufigkeit von Dammschnitten bei Wassergeburten deutlich niedriger, da sich das Gewebe im Wasser leichter dehnen kann. Durch die bessere Dehnung ist diese Form der Entbindung auch bei vorherigen Kaiserschnittentbindungen durchaus günstig, da das Narbengewebe den Kontraktionen im Wasser besser standhalten kann. Die Herztöne des Kindes sowie die Wehen werden ständig mittels eines speziellen CTG-Gerätes überwacht, das mit wasserdichten Schallknöpfen ausgestattet ist. Zusätzlich kann eine PDA gesetzt werden, was jedoch einige Vorbereitung erfordert, da die Injektionsstelle und der Katheder mit einer wasserdichten Folie abgeklebt werden müssen. Die Dosierung muss sehr vorsichtig geprüft werden, damit man Kreislaufveränderungen und Muskelschwächen, die im warmen Wasser des Öfteren auftreten können, schnell bemerken kann.

Die Klinik

Nach wie vor kommen die meisten Babys in Kliniken zur Welt, da sehr viele Gründe für eine Entbindung in einer Geburtsklinik oder Entbindungsstation sprechen. Dort erhalten Mutter und Kind die optimale medizinische Versorgung. Im Falle von Komplikationen stehen die nötigen technischen Geräte sowie die entsprechenden Spezialisten vor Ort zur Verfügung. Obwohl sich inzwischen auch die Kliniken immer mehr auf die individuellen Bedürfnisse der Gebärenden einstellen, wird die sehr oft als kühl empfundene Atmosphäre als Nachteil der Klinikgeburt genannt. Während sich bei der Hausgeburt oder im Geburtshaus eine Hebamme
permanent um die Gebärende kümmert, kann es bei der Klinikgeburt vorkommen, dass infolge eines Schichtwechsels im Verlaufe der Geburt die werdende Mutter von verschiedenen Hebammen betreut wird. In immer mehr Kliniken kann man mittlerweile auch ambulant entbinden. Wenn bei der Geburt alles gut verlaufen ist, entlässt der Arzt dann Mutter und Kind meist schon nach wenigen Stunden nach Hause. Haben Sie mehrere Kliniken in Ihrer Umgebung zur Auswahl, könnten diese Fragen für Ihre Entscheidung hilfreich sein:

  • Ist der Klinik auch eine Kinderklinik angeschlossen?
  • Gibt es eine Notfallstation für Neugeborene?
  • Ist eine ambulante Entbindung möglich?
  • Können Sie den Kreißsaal vorher besichtigen?
  • Dürfen Sie von mehreren Personen begleitet werden, wenn Sie das wünschen?
  • Welche Hilfsmittel gibt es im Kreißsaal?
  • Gibt es einen Gebärhocker, eine Badewanne oder andere Hilfsmittel, die Ihnen die Geburt angenehmer machen?
  • Gibt es eine Stillberatung?

Welche Entbindungsart die richtige für Sie ist, sollten Sie in Ruhe überdenken und mit Ihrer Hebamme, Ihrer Frauenärztin oder Ihrem Frauenarzt abstimmen. Die Kosten werden bei den aufgeführten Geburtsarten in der Regel ebenso von der Krankenkasse getragen wie bei einer Klinikgeburt. Dies gilt sowohl für die Kosten der Entbindung selbst als auch für die in der Wochenbettzeit.