Vom Leben in Patchwork-Familien
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Deine – meine – unsere…
Was gibt es Schöneres als Geschwister? Richtig, nichts – aber auch nichts Schlimmeres. Man
schlägt sich und verträgt sich, Hass und Liebe stehen nah beieinander. Doch wie verhält es sich, wenn die Geschwister gar nicht die leiblichen sind?
Vor Jahren noch belächelt, etabliert sich die Patchwork-Familie als neue Lebensform in zunehmendem Maße – mit steigenden Trennungsraten wuchs auch die Akzeptanz in der Bevölkerung. Eine Patchwork-Familie setzt sich aus verschiedenen Familien zusammen. Das heißt, die Kinder eines Elternteils müssen sich nicht nur an den neuen Partner, sondern auch an “neue Geschwister” gewöhnen. Genauso ergeht es dem Lebensgefährten, der mit der neuen Liebe auch Zuwachs beim Nachwuchs erhält.
Was ist aber, wenn sich nicht alle gleich “grün” sind? Eine Konstellation, die das junge Glück ganz schnell belasten kann.
Nach einer Zeit des gegenseitigen “Beschnupperns” lernt man sich kennen und kommt sich näher. Ist diese Hürde genommen, warten jedoch bereits die nächsten Aufgaben. Welche Rolle nimmt man bei den Kindern des Partners ein? Definiert man sich als Freund oder doch lieber als “Ersatz-Vater” oder “- Mutter”. Zudem kann mit dem Zusammenschluss schnell ein fünf-, sechsoder siebenköpfige Familie entstehen, die einen entsprechend großzügigen Wohnraum benötigt, denn niemand verzichtet gerne auf seine Privatsphäre. Daneben braucht die Patchwork-Familie auch entsprechend geräumige Fortbewegungsmittel, um für alle beim Ausflug oder der Fahrt in den Urlaub einen Platz bereitzuhalten. Beste Organisation und Planung sind ebenso bei den täglichen Einkäufen oder Besorgungen notwendig, damit die nicht zum puren Abenteuer werden.
Mit Gründung einer Patchwork-Familie stehen den modernen Familienmanagern also harte Bewährungsproben bevor. Bei allen Schwierigkeiten ist die Familienzusammenführung aber in jedem Fall extrem spannend. Daher gilt wie so oft im Leben: Probieren geht über studieren!
Und nicht selten verstehen sich die Kinder mit ihren “neuen” Geschwistern besser als mit den “alten”. Denn, was gibt es Schöneres als Geschwister??? Eben.
