Vom Kindergarten- zum Schulkind
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Vom Kindergarten- zum Schulkind
Im vergangenen Jahr genossen die Zwerge noch den Status der „Größten“ im Kindergarten. Das Selbstbewusstsein wurde durch diese Erfahrung gestärkt und die Vorfreude auf die Schule war bestimmt riesig; zumindest bei den meisten. Wenn nun die Begeisterung der ersten Tage mit Zuckertüte und Sitzkreisen nachgelassen hat und sich der Schulalltag mit Lernen und Hausaufgaben machen eingeschlichen hat, sollten die Kinder zu Hause Unterstützung erfahren. Motivation und Lob sollte dabei ganz oben stehen.
Nichts ist, wie es sich das Kind ausgemalt hat: Der Unterricht macht keinen Spaß, das Schreiben geht nicht von der Hand, die Banknachbarin ist doof, die Lehrerin zu streng und im Turnunterricht wird nur das gezeigt, was keinen Spaß macht. Die Frustration kann viele Kinder in den ersten Wochen einholen. Eine aufreibende Zeit – für die ganze Familie. Eltern müssen jetzt viel Mitgefühl und Interesse für ihre Kinder zeigen. „Es ist wichtig, Interesse zu signalisieren und zuzuhören: Was erzählt das Kind genau von den ersten Schulwochen? Probleme sollten nicht aufgebauscht, aber auch nicht einfach übergangen werden.
- Es hilft auf jeden Fall, wenn Sie sich bei den Eltern der Mitschüler erkundigen, wie es so läuft. Berichten die Kinder das Gleiche und wie gehen die Eltern damit um?
- Helfen heißt die Devise, nicht dem Kind alles abnehmen. Gerade zum Schulbeginn brauchen Kinder das Gefühl, dass die Schule ihre Aufgabe ist. Eltern, die ihren Kindern alles abnehmen, verhindern, dass Kinder lernen, Probleme selbst zu lösen.
- Nehmen Sie Ihr Kind ernst. Nehmen Sie bei Ungereimtheiten Kontakt mit dem Lehrer auf. In einem Gespräch kann man sicher eine Klärung herbeiführen.
- Handeln Sie sofort, wenn Ihr Kind wieder einnässt oder psychosomatische Beschwerden bekommt. Sie sollten schnell Kontakt zur Lehrkraft suchen. Gemeinsam werden dann weitere Schritte überlegt. Auch ein Besuch beim Kinderarzt kann helfen, die anfänglichen Schwierigkeiten besser zu bewältigen. Er kennt das Kind schon lange und kann die Tragweite der Probleme gut einschätzen.
- Lassen Sie Ihr Kind die Hausaufgaben möglichst selbst erledigen und greifen Sie unterstützend ein. Die Gefahr ist groß, dass Eltern die Unterrichtsinhalte „anders“ erklären als die Lehrkraft. Kinder werden dann überfordert und kennen sich nicht mehr aus. Zudem wird Ihr Kind das sehr schnell raushaben und ruck, zuck sind Sie derjenige, der Hausaufgaben macht. Im Unterricht sitzen Sie doch auch nicht daneben; Ihr Kind muss selbst auf die Ergebnisse kommen
