Ambrosia Pflanzen – neuer Horror für Allergiker?
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Schon wenige Pollen der “Ambrosia artemisiifolia” können erfahrungsgemäß vor allem Heuschnupfen und Asthma, aber auch allergische Hautreaktionen auslösen. Eine Empfindlichkeit gegenüber Ambrosia kann durch Kontakt mit den Pflanzen selbst entstehen, deren Pollen uns hierzulande oder auf Reisen in Länder mit großen Ambrosiabeständen wie USA, Kanada, Frankreich, Schweiz, Italien, Ungarn, Slowenien, Kroatien oder Serbien begegnen.
Regionen mit zahlreichem Vorkommen der Beifuß-Ambrosie sind beispielsweise Südhessen um Darmstadt, die Region Mannheim-Ludwigshafen-Karlsruhe, Südostbayern und die Niederlausitz um Cottbus. Es ist davon auszugehen, dass es noch weitere, bislang unentdeckte Vorkommen gibt! Allergologen raten, die genaue Verbreitung der Ambrosia in Deutschland schnellstmöglich zu erfassen und Strategien zur Bekämpfung zu entwickeln, bevor sich die Art hierzulande ungehindert ausbreitet. Angeregt durch das „Aktionsprogramm Ambrosia” der Biologischen Bundesanstalt (BBA) wurde die Ambrosia-Problematik auch auf hoher politischer Ebene wahrgenommen und im Frühjahr 2007 vorgestellten „Aktionsplan gegen Allergien“ festgehalten.
In EU-Ländern wie Ungarn, Frankreich und Italien ist die Entwicklung alarmierend. Dort hat sich Ambrosia in den letzten zehn Jahren so stark ausgebreitet, dass deren Blütenstaub in einigen Gebieten bereits mehr als die Hälfte aller gemessenen Pollen ausmacht. Die einjährigen Pflanzen vermehren sich in der Regel nur über ihre Samenkeimung im März bis August (oft ungewollt im Winter durch Vogelfutter in den Boden eingebracht); Pollenflug von August bis November/Dezember – allerdings bleiben die Samen bis zu 40 Jahre (im Boden) keimfähig!
Gesicherte Nachweise für große, d. h. mehr als 100 Pflanzen umfassende Bestände der Beifuß-Ambrosie liegen vorwiegend im süd- und ostdeutschen Raum vor; ansonsten ist die Dokumentation eher lückenhaft. Auch die deutschen Pollenmessdienste erfassen diese Pollenart noch unzureichend oder gar nicht.
