Hepatitis A und B

Gefahr auf Reisen auch in Europa

Hepatitis A und B ist eine ansteckende Leberentzündung. Doch wer glaubt, dass man sich die Erreger nur in tropischen Urlaubsländern einfangen kann, liegt falsch. Auch in beliebten Urlaubsländern am Mittelmeer wie Spanien, Tunesien oder Italien sind Hepatitis A und B weit verbreitet. Eine Impfung bietet den nötigen Schutz.

Am häufigsten kommt es zu einer Infizierung mit Hepatitis A durch verschmutztes Trinkwasser, Meeresfrüchte wie rohe Muscheln oder Austern aus verschmutzten Gewässern. Achten Sie hierbei auch besonders darauf, dass Sie möglichst keine Eiswürfel verzehren, zum Zähneputzen ausschließlich Mineralwasser verwenden und kritische Lebensmittel meiden. Hierzu gehört zudem Speiseeis – auch wenn es im Urlaub schwer fällt. Die Krankheit verläuft bei Erwachsenen wie eine typische Leberentzündung.

Symptone wie dunkler Urin, Übelkeit, allgemeines Unwohlsein, Fieber und Gelenkschmerzen weisen auf eine Infektion hin. Der Krankheitsverlauf kann sich bis zu drei Monate hinziehen.
Bei Kleinkindern merkt man dagegen im Allgemeinen nichts von der Infektion – trotz allem können sie den Erreger an andere Menschen weitergeben.

Gefährlicher sieht es hingegen mit Hepatitis B aus – diese Infektionskrankheit kann tödlich enden. Häufig zieht Hepatitis B schwerwiegende Erkrankungen wie Leberzellkrebs oder Leberzirrhose nach sich. Übertragen wird der Erreger – auch HBV genannt – durch Blut oder Schleimhäute. Ansteckungsgefahr lauert daher bei ungschütztem Geschlechtsverkehr sowie beim Einsatz in verschmutzten Spritzen.

Nur eine Impfung bietet den vollen Schutz vor Hepatitis A und B. Nötig sind drei Impfungen im Abstand von vier Wochen bzw. sechs Monaten. Solch eine Impfung hält zuverlässig jahrelang
vor und lässt Sie den Urlaub mit Sicherheit genießen.