Wenn es im Kopf pocht und klopft

Dem Kopfschmerz auf der Spur

Kopfschmerz ist nicht gleich Kopfschmerz – es gibt viele verschiedene Arten, die sich darin unterscheiden, wie häufig und an welcher Stelle sie auftreten. Am weitesten verbreitet sind
Spannungskopfschmerzen und Migräne.

Unter welchem Kopfschmerz Sie leiden, können Sie anhand eines detailliert geführten Kopfschmerztagebuchs herausfinden. Selbsthilfegruppen und Schmerz-Experten empfehlen dies, da so die Diagnose sowie die optimale Therapie erleichtert wird. Nutzen Sie dazu einfach unser für Sie vorbereitetes nebenstehendes Formular. In den Tabellen lassen sich alle Details wie Dauer und Stärke der Kopfschmerzen übersichtlich festhalten.

Grundsätzlich können Sie zunächst versuchen, Kopfschmerzen und Migräne selbst zu behandeln. Ein Arztbesuch ist aber unbedingt anzuraten, wenn die Kopfschmerzen

  • täglich oder fast täglich auftreten,
  • mit weiteren Symptomen wie Lähmungen, Gefühls-, Sehoder Gleichgewichtsstörungen, Augentränen oder starkem Schwindel einhergehen, · mit psychischen Veränderungen wie Störungen des Kurzzeitgedächtnisses oder Störungen der Orientierung zu Zeit, Ort und Person verbunden sind,
  • erstmals im Alter von über 40 Jahren auftreten,
  • in ihrer Intensität, Dauer und/oder Lokalisation unüblich sind,
  • erstmals während oder nach körperlicher Anstrengung auftreten, sehr stark sind und in den Nacken ausstrahlen,
  • von hohem Fieber begleitet sind,
  • nach einer Kopfverletzung, z. B. nach einem Sturz, auftreten,
  • trotz Behandlung an Häufigkeit, Stärke und Dauer zunehmen,
  • zusammen mit einem epileptischen Anfall oder Bewusstlosigkeit auftreten,
  • nicht auf die bisher wirksamen Medikamente ansprechen.

Migräne

Migräne ist eine zeitweilige Funktionsstörung des Gehirns, unter der weltweit etwa 10 bis 15 % aller Erwachsenen leiden. Zu den Symptomen gehören neben wiederkehrenden Kopfschmerz-Attacken auch vegetative Begleiterscheinungen wie Übelkeit, Licht- und Lärmempfindlichkeit. Die Kopf-schmerzen sind in der Regel pochend oder pulsierend und treten häufig einseitig auf. Sie dauern vier bis 72 Stunden an und werden bei Bewegung
stärker.

Spannungskopfschmerz

Der Begriff Spannungskopfschmerz beschreibt wiederkehrende Kopfschmerzen, die als dumpf, drückend oder ziehend empfunden werden. Meistens betreffen sie beide Kopfhälften und sind leicht bis mittelschwer. Anders als bei Migräne verstärken sie sich nicht bei Bewegung; ebenso werden sie nicht von Übelkeit begleitet und gehen nur sehr selten mit einer erhöhten Lärm- und Lichtempfindlichkeit einher.

Cluster-Kopfschmerz

Der Cluster-Kopfschmerz ist ein schwerer, einseitiger, meist hinter dem Auge lokalisierter Schmerz. Er tritt in Attacken (Clustern) bis zu achtmal täglich auf, vor allem nachts. Unbehandelt dauert er etwa zwischen 15 und 180 Minuten. Charakteristische Beschwerden des Cluster-Kopfschmerzes sind außerdem: ein tränendes und gerötetes Auge, eine laufende Nase und verstärktes Schwitzen im Bereich von Stirn und Gesicht. Selten wechselt der Cluster-Kopfschmerz die bevorzugte Gesichtsseite.

Medikamenteninduzierter Dauerkopfschmerz

Der medikamenteninduzierte Dauerkopfschmerz ist ein dumpf drückender, chronischer Kopfschmerz, der durch die häufige Einnahme von Schmerz- oder Migränemitteln entsteht.

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