Osteoporose

Beugen Sie jetzt schon vor – damit Ihre “Knochen” ein stabiler Begleiter bleiben!

In Deutschland leiden über fünf Millionen Menschen an Osteoporose, alle fünf Minuten bricht ein Wirbelkörper als Folge von Knochenschwund.

Möglicherweise haben Sie bereits einen Wirbelkörperbruch erlitten, ohne dass Sie es wissen. Denn häufig werden diese Brüche nicht erkannt, weil sie im Anfangsstadium glimpflich verlaufen können. Wenn bei Ihnen aber bereits ein Bruch vorliegt, ist damit zu rechnen, dass Sie weitere Knochenbrüche erleiden. In fortschreitenden Stadien des Knochenschwundes verlaufen die Brüche meist äußerst schmerzhaft und können sogar zu chronischen Behinderungen führen.

Der schleichende Knochenschwund betrifft leider nicht nur Frauen jenseits der Wechseljahre. Also achten Sie schon frühzeitig auf ihre Knochen, damit Ihr Knochengerüst auch in späteren Lebensphasen noch ein verlässlicher und starker Begleiter sein wird.

Der medizinische Fachbegriff “Osteoporose” bedeutet auf Deutsch soviel wie “poröser Knochen” – umgangssprachlich hat sich allerdings die Übersetzung “Knochenschwund”
etabliert. Wissenswert ist in diesem Zusammenhang, dass unser Knochengerüstalles andere als ein starres, unerschütterliches Gebilde ist. Vielmehr handelt es sich um ein extrem anpassungsfähiges Gewebe, in dem non-stop Auf- und Abbauvorgänge stattfinden: In einer Zeitspanne von 20 Jahren wird praktisch eine völlige Erneuerung der Knochen erreicht. Im Laufe des Lebens verliert der Knochen allerdings an Stabilität und Substanz. Vor allem dann, wenn bestimmte Risikofaktoren zutreffen, heißt es aufpassen und vorsorgen!

Wie Stamm und Äste eines kranken Baumes morsch und brüchig werden, können Knochen bei osteoporosekranken Menschen schon aus geringstem Anlass brechen – vor allem an der Wirbelsäule, am Oberschenkelhals und am Unterarm, aber auch jeder andere Knochen kann betroffen sein.

Osteoporose beginnt stumm. Die Patienten selbst merken am Anfang nicht, dass ihre Knochen immer brüchiger werden. Aber ein erfahrener Arzt kann den Knochenschwund frühzeitig erkennen und notwendige Gegenmaßnahmen einleiten.

Wird Osteoporose nicht rechtzeitig und wirksam behandelt, drohen folgenschwere Knochenbrüche, chronische Schmerzen, Behinderung und Pflegebedürftigkeit. Tragisch ist, dass weniger als 25 % der Betroffenen rechtzeitig erkannt, geschweige denn wirksam behandelt werden. Deshalb: Werden Sie jetzt aktiv!

Sind Sie gefährdet?

Vor allem Frauen, zunehmend auch Männer erkranken an Osteoporose, oft schon in jüngeren Jahren, vor allem in der zweiten Lebenshälfte.
Hochgradig gefährdet sind Sie möglicherweise, wenn eines oder mehrere der folgenden Risikomerkmale bei Ihnen zutreffen:

  • zurückliegende oder aktuelle Knochenbrüche, die sich aus geringfügigem Anlass ereigneten;
  • Verdacht auf Wirbelkörperbruch, z. B. wegen akut aufgetretenen, anhaltend starken Rückenschmerzen oder Körpergrößenverlust von über 4 cm;
  • häufiges Fallen/Stürzen (innerhalb von sechs Monaten zwei oder mehrere Male);
  • sehr niedriges Körpergewicht oder ungewollter Verlust von mehr als 10 % des ursprünglichen Körpergewichts;
  • Medikamente oder andere Erkrankungen, die zu Osteoporose führen können:
  • über sechs Monate andauernde Einnahme von täglich 7,5 mg Prednisolon oder mehr (bzw. gleichwirkendes Kortisonpräparat)
  • chronisch entzündliche Darm-Erkrankung (Morbus Crohn, Colitis ulcerosa)
  • Überfunktion der Nebenschilddrüse
  • Überfunktion der Schilddrüse
  • Störungen der Nahrungsaufnahme im Verdauungstrakt (Malabsorptionssyndrom: zurückliegende Magenentfernung, Sprue)
  • Diabetes mellitus Typ I
  • stark geschädigte Nierenfunktion
  • Blutarmut wegen Vit. B 12-Mangel
  • Einnahme von Medikamenten (Phenytoinen) gegen Epilepsie
  • zurückliegende Organtransplantation
  • Alkoholismus

Nehmen Sie sich ein paar Minuten Zeit und machen Sie dazu unseren Selbsttest, um zu erfahren, ob Risikomerkmale dieser Knochenkrankheit bestehen. Wenn Sie eines oder mehrere der genannten Risikomerkmale haben, heißt das noch nicht, dass Sie osteoporosekrank sind. Sie zählen dann aber zu dem Personenkreis, der besonders häufig betroffen ist, und sollten sich unbedingt beim Arzt untersuchen lassen!

Wie können Sie Osteoporose vorbeugen?

Entscheidend ist, dass Sie schon in jungen Jahren dieser Volkskrankheit vorbeugen und zwar durch ausreichende Bewegung und richtige Ernährung. Ein Kalzium- und Vitamin D-Mangel kann
– vor allem bei älteren Menschen – zu Osteoporose führen. Erhält der Körper zu wenig Kalzium, verringert sich die Stabilität des Knochens und er kann schon bei geringer Belastung brechen. Vitamin D benötigt der Knochen, um Kalzium aufzunehmen. Hauptlieferanten dieses Vitamins sind Ei und Fisch. Ebenso beugt Sonneneinstrahlung einem Mangel an Vitamin D vor.
So benötigt der Körper täglich ungefähr 1000 mg Kalzium. Diese Menge entspricht zum Beispiel einem Liter Milch oder zwei Scheiben Hartkäse. Ebenfalls kalziumreich sind grünes Gemüse wie Fenchel, Grünkohl oder Brokkoli sowie Obst, Kräuter und Nüsse.

Neben der Ernährung ist viel Bewegung besonders wichtig. Mit Radfahren, Schwimmen, Gymnastik oder schnellem Gehen werden nicht nur die Muskeln, sondern auch die Knochen gestärkt. Einige Lebensmittel hingegen sind wahre “Kalziumkiller”. Daher ist bei Alkohol,
Koffein und phosphatreichen Lebensmitteln wie Wurstwaren oder Süßigkeiten eher Zurückhaltung angebracht.

Weitere wichtige Informationen über Diagnose, Vorbeugung und Therapie dieser Krankheit finden Sie unter:
www.osteoporose.org

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