Pfeiffersches Drüsenfieber

Eine banale Erkältung oder vielleicht doch mehr?

Das Pfeiffersche Drüsenfieber, auch als Kusskrankheit bekannt, wird oft nicht gleich richtig diagnostiziert. Die Symptome sind anfangs ähnlich einer banalen Erkältung. Doch bei extremer Müdigkeit, Schwächegefühl und Leberschmerzen ist immer auch an eine Epstein-Barr-Infektion
zu denken.

Was ist das Pfeiffersche Drüsenfieber?

Das Pfeiffersche Drüsenfieber (infektiöse Mononukleose) ist eine Viruserkrankung, die relativ häufig auftritt. Verursacher ist das Epstein-Barr-Virus, das die Lymphknoten befällt, aber auch Leber, Milz und Herz einschließen kann. Meist sind Kinder und junge Erwachsene betroffen. Nur selten ist die Erkrankung gefährlich, meistens verläuft sie sanft. Wer die Krankheit einmal hatte, ist in der Regel ein Leben lang immun.

Wie wird es übertragen?

Der Erreger wird vor allem über den Speichel übertragen, zum Beispiel durch das Küssen (daher auch Kusskrankheit oder auf Englisch Kissing Disease genannt). Die Infektion kann aber auch durch Husten oder Niesen erfolgen. Das Virus infiziert die Epithelzellen von Nase, Mund und Rachen sowie eine Gruppe der weißen Blutkörperchen, die B-Lymphozyten, in
diesem Bereich. Der Zeitraum zwischen Ansteckung und Ausbruch der Krankheit ist sehr unterschiedlich. Bei Kindern beträgt die Inkubationszeit etwa zehn Tage, bei Jugendlichen zwischen 30 und 50 Tagen.

Anzeichen und Diagnose

Die Erkrankung beginnt wie bereits erwähnt mit grippeähnlichen Symptomen. Typisch sind schmerzhafte und meist dick geschwollene Lymphknoten, Halsschmerzen mit geschwollenen
Mandeln, auf denen sich ein dicker, grau-weißer Belag bildet, Fieber, Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Muskel- und Kopfschmerzen. Eine eindeutige Diagnose erfolgt durch den
Nachweis von Epstein-Barr-Virus-Antikörpern und häufig auch einer auffälligen Erhöhung der Leukozytenzahl. Die Leberwerte sind in vielen Fällen auch erhöht.

Therapie

Ein spezielles Mittel gegen das Pfeiffersche Drüsenfieber gibt es bisher nicht. Bei Fieber sollte der Patient viel trinken, sofern nötig auch fiebersenkende Medikamente zu sich nehmen
und zudem sich unbedingt genügend ausruhen. Selten kommt es zu einem bakteriellen Infekt, der gegebenenfalls mit Antibiotika behandelt werden muss. Nicht nur aus diesem Grund sollte man bei dieser Erkrankung unbedingt einen Arzt konsultieren.