Rheuma – eine Erkrankung mit vielen Erscheinungsformen

Für die Weltgesundheitsorganisation (WHO) ist Rheuma der Überbegriff für Erkrankungen, die an den Bewegungsorganen auftreten und fast immer Schmerzen verursachen und häufig mit Bewegungseinschränkungen verbunden sind. Rheuma kann jeden treffen, nicht nur alte Menschen, sondern auch junge Leute und sogar Kinder.

Vier große Hauptgruppen werden unterschieden:

  • entzündlich-rheumatische Erkrankungen (z. B. Arthritis)
  • degenerative Gelenk- und Wirbelsäulenerkrankungen (z. B. Arthrose)
  • Weichteilrheumatismus (z. B. Fibromyalgie)
  • Stoffwechselerkrankungen mit rheumatischen Beschwerden (z. B. Gicht)

Im Spektrum der rheumatischen Krankheiten gibt es mehrere hundert verschiedene Formen, die äußerst selten sind. Die Therapie richtet sich daher ganz nach Art und Schwere der rheumatischen Erkrankung. Um optimal behandeln zu können, ist eine schnelle und eindeutige Diagnose unbedingte Voraussetzung. Ein Ort der Begegnung mit anderen Rheumaerkrankten ist für Betroffene, neben der medizinischen Versorgung, oft sehr wichtig.

Eine starke Gemeinschaft

Die Deutsche Rheuma-Liga ist eine der größten Selbsthilfeorganisationen im Gesundheitsbereich. Seit der Gründung im Jahre 1970 erhöhte sich die Mitgliederzahl auf nahezu eine viertel Million. Angebote zur Hilfe und Selbsthilfe für die Betroffenen, die Aufklärung der Öffentlichkeit und die Vertretung der Interessen Rheumakranker gegenüber Politik, Gesundheitswesen und Öffentlichkeit sowie die Förderung von Forschung sind vorrangige Aufgaben der Organisation. Bundesweit engagieren sich Betroffene, Angehörige, Therapeuten, Ärzte sowie haupt- und ehrenamtliche Helfer in der Gemeinschaft.

Broschüren, Merkblätter und vieles mehr …

Die Deutsche Rheuma-Liga hält für Sie eine Vielzahl von Broschüren, Merkblättern und Materialien über Rheuma bereit. Sie finden Informationen angefangen von der Symptomatik und Therapie bis hin zu sozialrechtlichen Themen und Hinweisen zu Ansprechpartnern.

Hilfe zur Selbsthilfe ist das Ziel der Arbeit vor Ort. Für die Betroffenen gibt es eine Vielzahl von Möglichkeiten der Begegnung und Unterstützung im Leben mit der Krankheit. Manches ist speziell auf die besonderen Belange einzelner Krankheitsformen ausgerichtet. Es gibt Bewegungstherapie, ergotherapeutische Behandlung, Schmerzbewältigungskurse und vieles mehr.

Auch Kinder und Jugendliche können an Rheuma erkranken

Dies ist sowohl bei vielen Betroffenen und deren Eltern als auch bei Ärzten viel zu wenig bekannt. Auf der Rheumakids-Website der Kinder-Rheumastiftung gibt es daher Informationen speziell für rheumakranke Kinder und Jugendliche. Nach Schätzungen gibt es in Deutschland etwa 50.000 junge Rheumatiker. Oft wird die Krankheit viel zu spät erkannt. Je früher jedoch Rheuma im Kindesalter diagnostiziert wird, desto eher kann eine gezielte Behandlung begonnen werden und desto geringer ist die Gefahr von Spätfolgen, wie etwa Gelenkzerstörungen oder Organschäden.

www.rheumakids.de