Auch echte Kerle kommen in die Jahre …
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Auch echte Kerle kommen in die Jahre …
Rollenverständnis des „starken Mannes“
Ein Mann muss stark sein, hart mit sich, leistungsfähig, erfolgreich, mutig, trinkfest, cool, stresstolerant, zu jeder Zeit sexuell potent, risikofreudig und sportlich, um ein „richtiger Kerl“ zu sein. Gesundheitliche Probleme und Schmerzen werden aufgrund des falsch verstandenen Rollenverständnisses häufig über einen längeren Zeitraum verleugnet oder ignoriert. Dadurch erhöht sich das Risiko, ernsthaft krank zu werden, deutlich.
Gesundheitsmuffel Mann?
Die Lebenserwartung von Männern liegt in Deutschland unter der von Frauen. Dies ist nicht unbedingt ein naturgegebenes Schicksal. Die meisten Gründe für das um mehr als sechs Jahre kürzere Leben hängen mit dem ungesünderen Lebensstil zusammen.
Ein Blick in die Statistik zeigt, dass der frühere Männertod neben einer höheren Unfall- und Verletzungshäufigkeit vor allem in Krankheiten, die eng mit dem ungesunden Lebensstil verbunden sind, begründet liegt. Aber auch die Nachlässigkeit bei wichtigen Vorsorgeuntersuchungen erklärt einen Teil der frühzeitigen Todesfälle. Mit ca. 50 Jahren treten häufig typische Beschwerden auf. Abgesehen vom Bauchansatz und Haarausfall leiden viele Männer unter Energie- und Antriebslosigkeit, Müdigkeit, Schweißausbrüchen, Libidoverlust, Impotenz und Depressionen. Man sollte annehmen, dass diese Fakten für Unruhe sorgen. Doch weit gefehlt. Laut Umfragen fühlt Mann sich erstaunlich gesund. In allen Altersklassen sind Männer mit ihrem Gesundheitszustand zufriedener als Frauen. Diese Einstellung macht sie zwar glücklicher, aber nicht unbedingt gesünder.
Auch Männer kommen in die Wechseljahre
Aktuelle Studien bestätigen nun: Wie bei der Frau lässt auch beim Mann mit fortschreitendem Alter die Hormonproduktion im Körper kontinuierlich nach. Als Folge tritt die so genannte „Andropause“ ein, die individuell verschieden stark ausgeprägt sein kann. Das komplexe Zusammenspiel der Hormone im männlichen Körper gerät aus der Balance. Und damit auch das Zusammenspiel aller Organe und Stoffwechselvorgänge, das von ihnen gesteuert wird.
Gesundheitstipps:
Dinner-Canceling
Lassen Sie zwei Mal pro Woche das Abendessen ruhig mal ausfallen. Falls dies nicht gelingt, sollte Mann zumindest abends nur leichte Kost aufnehmen und nicht zu spät essen. Durch das Auslassen des Abendessens wird sowohl die Produktion des Schlafhormons Melatonin als auch die Ausschüttung des Wachstumshormons angeregt.
Bewegung
Drei Mal pro Woche eine halbe Stunde Ausdauersport wie z. B. Laufen, Schwimmen, Krafttraining regt die Produktion von Testosteron an. Außerdem werden das Herz sowie der Kreislauf dadurch gestärkt.
Vorsorgeuntersuchungen
Nutzen Sie diese Möglichkeit und lassen Sie sich durchchecken. So verhält es sich beispielsweise beim Prostatakrebs. Diese Krebsart kommt bei Männern genau so häufig vor wie Brustkrebs bei Frauen. Das gilt nicht nur für die Krebsvorsorge-Untersuchungen. Auch ein hoher Blutdruck erhöht das Risiko z. B. einen Schlaganfall zu erleiden oder eine Herzschwäche zu entwickeln. Vorsorge kann auch Ihr Leben retten.
