Kommunikationshilfe Männer und Frauen – Büroalltag
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Kommunikationshilfe Männer und Frauen – Büroalltag
Wir Frauen reden ja bekanntlich sehr gerne und geringfügig mehr, als das starke Geschlecht. Wir sind nicht geschwätzig, nein – wir sind kommunikativ! Anstrengend? Ach was. Eine Herausforderung maximal. Und die Männer? Wortkarg und eher einsilbig. Unhöflich? Nein – direkt und ohne viel drumherum zu reden. Männer sind eben anders – Frauen auch. Missverständnisse sind hier vorprogrammiert. Wenn wir jedoch ein paar Spielregeln beachten, ist es durchaus machbar, miteinander auszukommen, ohne ständige Missverständnisse.
Packungsbeilage Frau
Zuhören
Das Wortkarge des Mannes wirkt auf Frauen, als würde er sich nicht interessieren oder es schlicht nicht verstehen. Und das veranlasst die Frau dazu, es ausführlicher zu beschreiben. Hören Sie zu und unterbrechen Sie sie nicht, wenn Sie der Meinung sind, es reiche jetzt. Zeigen sie Interesse, fragen sie nach.
Frauen sind emotionale Wesen
Beobachten Sie doch mal, wie die weiblichen Kollegen untereinander miteinander umgehen. Sie werden feststellen: Sie interessieren sich nicht nur für die Arbeit, sondern reden auch das ein oder andere Private. Fragen Sie doch mal nach den Kindern. Oder erkundigen Sie sich, ob sie die Doppelbelastung Arbeit und Familie gut unter einen Hut bekommt. Schaffen Sie eine Vertrauensbasis. Loben Sie die beruflichen Erfolge. Sie wird Ihr Interesse anerkennen.
Frauen haben eine Oberlehrer-Allergie
Auch wenn „Mann“ vom schwachen Geschlecht redet, so bekommen die meisten Frauen heutzutage doch alles sehr gut allein in den Griff. Und, wenn sie doch mal nach Ihrer Hilfe fragt, hat sie das sicher Überwindung gekostet.
Seien Sie jetzt nicht zu belehrend. Sätze wie „Das Problem habe ich öfter“ oder „Gute Frage!“ entschärfen die Situation.
Selbstkritisch
Die Mehrzahl aller Frauen ist sehr selbstkritisch. Wenn Ihrer Kollegin ein Fehler unterläuft, sollten Sie nicht noch durch Kommentare Öl ins Feuer gießen. Sie dürfen sich sicher sein – sie selbst ärgert sich am meisten darüber.
Packungsbeilage Mann
Das Gesamtpaket „Frau“
Nicht alles kann Frau dem Mann in die Schuhe schieben. Das Wichtigste sind Sie selbst. Jede Frau muss sich darüber klar werden, welche Rolle Sie einnehmen möchte. Legen Sie das typische Kleinkind-Schema an den Tag? À la „bitte beschütze mich“? Dann wundern Sie sich nicht, dass Sie von Ihren männlichen Kollegen unter Umständen nicht richtig ernst genommen werden. Anders herum: Haben Sie ein taffes Auftreten? Stehen Sie zu Ihrer Meinung und wirken Sie eher etwas zu stark für den Geschmack des anderen Geschlechts? Dann rechnen Sie nicht mit Rücksicht. Unverblümt wird man Sie in Konfliktsituationen ansprechen.
Loben
Nicht ohne Grund kommt dieser Punkt weit vorne. Hier kann sich das weibliche Mitteilungsbedürfnis ausgiebig austoben. Männer wollen bewundert sein. Egal, in welcher Hinsicht. Hier brauchen wir Frauen kein Blatt vor den Mund zu nehmen. Und je mehr Kollegen hierbei anwesend sind, desto besser.
Blumig & Mann
Mal ehrlich. Diese Wörter stehen doch sehr im Gegensatz zueinander. Logische Schlussfolgerung: Vermeiden Sie es, seine „wertvolle Zeit“ mit ausschweifenden Berichten zu „verschwenden“. Denken Sie daran: Direkt und ohne viel Drumherum lautet die Kommunikationsrichtlinie der meisten Männer. Kommen Sie schnell zum Punkt. Tappen Sie nicht in die Small-Talk-Falle.
Belehren?
Also bitte – wer ist denn hier das starke Geschlecht? Auch wenn Sie es gut meinen, entschärfen Sie gut gemeinte Ratschläge ganz einfach. Wie? „Sie wissen das ja selbst, aber ich dachte gerade, man könnte das so oder so tun …“. Oder „Sie haben sicher auch schon daran gedacht, dass …“ Und denken Sie daran: Der Aussage „Ich hab es ja nur gut gemeint“ geht meist ein „Schlecht gemacht“ voraus. Verzichten Sie lieber darauf.
Der Ton macht die Musik
Männer neigen manchmal dazu, in einem Gespräch einen etwas schrofferen Ton anzuschlagen. Reagieren Sie nicht mit Schmollen, sondern nehmen Sie Ihn bei Gelegenheit zur Seite und sprechen ihn ruhig und sachlich darauf an. Aber bitte unter vier Augen. Sagen Sie ihm offen, dass Sie den Ton unangebracht fanden und bitten Sie ihn zukünftig, etwas darauf zu achten.
Mimik & Gestik
Wir Frauen neigen dazu, unsere Botschaft direkt auf unsere Stirn zu senden. Für jedermann sichtbar. Nein, wir sagen nichts. Das ist auch nicht notwendig, denn man kann uns die Gedanken förmlich im Gesicht ablesen. Augen rollen, tief atmen, den Kopf zur Seite geneigt das Gegenüber anfeinden. Alles ohne Worte. Darin sind wir Meister. Doch Achtung: „Man kann nicht nicht kommunizieren“ lautet eine bekannte These des Kommunikationswissenschaftlers Paul Watzlawick. Denken Sie daran. Nonverbal senden Sie sehr wohl Botschaften. Das ist nicht wirklich hilfreich.
