Die Hausapotheke
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Hilf dir selbst
Wohl jeder hat das Szenario schon einmal mitgemacht: Die Feiertage sind angebrochen, doch von Erholung keine Spur. Die Grippe hat zugeschlagen, der Magen rumort oder die Schnittwunde ist doch tiefer als gedacht. Nur – die Arztpraxen sind bis auf Notfalldienste geschlossen. Gut, wer in diesem Fall eine Hausapotheke hat. Doch wie sollte die zusammengesetzt sein? Und worauf gilt es zu achten, um Gefahren zu vermeiden? Dieser Artikel verrät es Ihnen.
Was soll zu Hause schon passieren, fragen Sie sich? Neben eingangs beschriebenen Phänomenen sollten auch diese Fakten zu denken geben: 51 Prozent aller Unfälle passieren in den eigenen vier Wänden. Pro Jahr verletzen sich circa 300.000 Menschen alleine in Deutschland im Haushalt. Grund genug also, sich mit einer Hausapotheke zu rüsten.
Das muss rein
Harmlose Erkältung oder schwere Grippe? Das Fieberthermometer verrät’s. Bei Splittern oder Sportverletzungen helfen Einmalhandschuhe, Pinzette und Kühlkompresse. Zudem empfehlen sich schmerzund fiebersenkende Mittel, Brandsalben sowie Medikamente gegen Übelkeit und Durchfall. Für kleinere Wunden sollten
Pflaster, Binden, Kompressen und Jod bereitstehen. Nicht zu vergessen eine Schere, um alles in die entsprechende Form zu bringen. Wer spezielle Beschwerden hat – etwa als Allergiker – sollte das Repertoire natürlich entsprechend erweitern. Und nicht vergessen, nach der Benutzung den Bestand wieder aufzufüllen!
Hier gehört sie hin
Kühl, trocken und lichtgeschützt – so sieht der optimale Ort für die Hausapotheke aus. Ob Schränkchen oder Schublade ist nicht entscheidend. Wohl aber, dass sie abschließbar und dadurch für Kinder unerreichbar ist.
Kardinalsfehler Haltbarkeit
Vier von fünf deutschen Haushalten besitzen zumindest einen Medikamentenkasten für alle Fälle. Doch die beste Arznei hilft nichts, wenn das Verfallsdatum überschritten ist, die Pflaster nicht mehr haften und die Salben hart wie Mörtel sind. Zudem können abgelaufene Medikamente gesundheitsschädigend sein. Bewahren Sie diese deshalb möglichst originalverpackt und mit Beipackzettel auf. Grundsätzlich gilt: Alle paar Monate überprüfen! Damit im Fall der Fälle wirklich geholfen werden kann.
Extra-Tipp: entsorgen – aber richtig!
Was tun mit abgelaufenen Medikamenten? In den Hausmüll? Auf keinen Fall! Geben Sie unbrauchbare Pillen, Tropfen oder Tabletten in der Apotheke ab – dort werden sie fachmännisch entsorgt.
HAUSAPOTHEKE ODER ARZT?
Grundsätzlich gilt: im Zweifel zur Notaufnahme. Doch gerade bei kleineren Not- und Unfällen oder zur Erstversorgung ist die Hausapotheke oft der Retter in der Not.
