Plötzlich Erste Hilfe leisten
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Ist das auch Ihr Albtraum?
Die Sekunden eines Unfalls
Helle Bremslichter. Ein lauter Knall. Ein demoliertes Fahrzeug am Straßenrand. Ein einzelner Autofahrer läuft zu dem Unfallgeschehen. Andere Fahrzeuge fahren weiter. Gebannt starrt jeder auf das Szenario, bis es im Rückspiegel verschwindet. Zurück bleibt der Gedanke, wieder falsch reagiert zu haben.
Die Situation ist alltäglich. Nur wenige Autofahrer steigen aus und leisten Erste Hilfe. Die große Mehrheit fühlt sich schlicht überfordert, hat Angst, etwas falsch zu machen, und fährt weiter.
Gerade gemeinsam mit weiteren Helfern kann Erste Hilfe erfolgreich sein, ist in diesen Situationen doch jede helfende Hand wichtig. Jeder tut, was er kann. Und sei es nur zur Absicherung der Unfallstelle, zum Alarmieren der Rettungsfahrzeuge, um beteiligte Kinder zu beruhigen oder weitere helfende Hände herbeizuwinken. Erste Hilfe entscheidet in den wenigen Minuten nach dem Unfall häufig genug über bleibende Verletzungsfolgen oder sogar den Tod des Unfallopfers.
Die Unfallszenarien sind austauschbar bei Zehntausenden Verletzten jedes Jahr. Ob auf der Straße, in der Fußgängerzone oder am Arbeitsplatz. In den Betrieben sind die Erste-Hilfe-Maßnahmen gesetzlich geregelt; fünf Prozent der Belegschaft müssen als Ersthelfer ausgebildet sein. In einem zweitägigen Kurs werden Mitarbeiter zum Ersthelfer qualifiziert. Alle zwei Jahre folgen Kurse zur Aktualisierung der Kenntnisse.
Auch „Nicht-Ersthelfer“ können in einer Notsituation Hilfe anbieten, um z. B. einem erkrankten Kollegen die optimale Erstversorgung vor dem Eintreffen der Rettungskräfte (Rettungswagen, Notarzt)
zukommen zu lassen.
Unterstützung des Ersthelfers
Bieten Sie dem Ersthelfer Ihre Unterstützung an. Zum Beispiel:
- Absetzen des Notrufes
Einweisung von Rettungskräften. Rettungskräfte bis zum Erkrankten begleiten. Auf Wunsch des Erkrankten ggf. Familienangehörige informieren. In Notfallsituationen wird der Ersthelfer die Koordination der Hilfe übernehmen. Durch ihre entlastende Hilfe kann er sich ganz auf die Erstbehandlung des Erkrankten konzentrieren. - Dem Erkrankten zur Seite stehen
Akut erkrankte Personen befinden sich in einem körperlichen und seelischen Ausnahmezustand. In dieser Situation befinden sich die Betroffenen unter enormen Stress. Denkbar ist auch, dass sich dieser Stress durch Schamgefühl (z. B. Erbrechen, Einnässen etc.) verstärkt. Sprechen Sie mit dem erkrankten Kollegen, beruhigen Sie ihn und lenken Sie ihn von seiner misslichen Lage ab. Besorgen Sie eine Decke. Erkrankte frieren häufig, sei es durch die akute Erkrankung oder durch den daraus resultierenden Stress.
Die 5 W-Fragen für den Notruf
- WER meldet?
- WO geschah es?
- WAS geschah?
- WIE viele Erkrankte/Verletzte
- WELCHE Art von Erkrankung/Verletzung
