Sexualität des Mannes im Alter
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Ein Tabu-Thema?
Auf jeden Fall bleibt das Interesse am Sex auch im Alter erhalten. In Deutschland zeigte eine Studie der Universität Leipzig, dass ältere Menschen im Bett aktiver sind, als es ihre Enkel wohl vermuten. Demnach haben Menschen um die 60 Jahre häufiger Geschlechtsverkehr als junge Leute unter 25, die oft noch keine feste Partnerschaft haben (SZ, 15.2.2006). Etwa 60% der Männer und Frauen über 75 Jahre erklärten, Sexualität sei ihnen wichtig. Nur jeder vierte Mann über 75 gab an, Sex sei ihm gleichgültig.
Wer mit 20 die wilden 60er Jahre erlebte, ist heute um die 70 und freizügiger aufgewachsen als die Nachkriegsgeneration. Er kennt Viagra und informiert sich z. B. im Sexratgeber der fast 80-jährigen Sexualtherapeutin Ruth Westheimer („Silver Sex“). Ihr Kerntipp: Die Sache mit Humor und Gelassenheit anzugehen und dann zu genießen. Da wundert es nicht, dass alle Studien belegen können, dass eine erfüllte Partnerschaft im Alter positive Einflüsse auf das körperliche Wohlbefinden hat und damit lebensverlängernd wirkt. Es lohnt sich also, Sexualität auch im höheren Lebensalter ohne Scheu auszuleben.
Man(n) sollte sich nur stets vergegenwärtigen, dass der Sex im Alter naturgemäß anders ist als in der Jugend. Hat Man(n) diese Tatsache verinnerlicht, steht einem erfüllten Sexualleben auch im Alter nichts mehr im Wege.
Die sexuelle Aktivität im Alter wird zunehmend von Forschern untersucht und somit inzwischen
häufiger in der Öffentlichkeit diskutiert als früher. Im deutschsprachigen Raum war es in den 70er Jahren vor allem Oswald Kolle, der „Aufklärungspionier“, der Sex und Lust im Alter aus der Schmuddelecke herausholte.
Was hat ein Mann über 60 Jahre von dieser Seite des Lebens also noch zu erwarten?
Auf der Habenseite
- große Erfahrung
- Einsicht in die Komplexität des Lustempfindens
- großes Interesse an Zärtlichkeit und Wohlbefinden
- Hilfe bei Potenzeinschränkungen durch medizinische Produkte von hoher Effektivität
Auf der Verlustseite
- häufig körperliche Einschränkungen
- ästhetische Verluste
- Versagensängste
- Orgasmuseinschränkungen
