Leben und Sterben in Würde

Die BKK VICTORIA-D.A.S. schließt in NRW Verträge über palliativmedizinisch und palliativ-pflegerische Versorgung.

Palliativmedizin bedeutet, die Behandlung von Patienten mit einer nicht heilbaren, progredienten und weit fortgeschrittenen Erkrankung mit begrenzter Lebenserwartung, für die das Hauptziel der Begleitung die Aufrechterhaltung der Lebensqualität ist.

Leben und Sterben zu Hause sind an Bedingungen gebunden: Vernetzung der verschiedenen Behandlungsebenen und abgestimmte Zusammenarbeit von Ärzten, Pflegern und Krankenhäusern. 55 % aller Menschen in Deutschland sterben in einem Krankenhaus, weitere 30 % in einem Alten- bzw. Pflegeheim und nur 10 % in der häuslichen Umgebung.

Haben Sie Angst, die letzte Phase Ihres Lebens im Krankenhaus zu verbringen?

Viele Patienten haben Angst, die letzte Phase ihres Lebens im Krankenhaus zu verbringen. Dr. Marianne Kloke, leitende Oberärztin des Zentrums für Palliativmedizin der Kliniken Essen-Mitte: “Aus Angst davor, in ein Krankenhaus eingewiesen zu werden, verschweigen viele Patienten oft sogar Schmerzen oder andere belastende Symptome und leiden still vor sich hin. Hier ist der entscheidende Vorteil des neuen Ansatzes: vernetzte Palliativmedizin geht zu den Patienten und ihren Angehörigen, wann und wo und wie immer sie diese brauchen. Dieses müssen Betroffene und Behandelnde wissen, um auch dem Schwerstkranken Leben dort zu geben, wo er sich am wohlsten fühlt. Und das sind in der Regel die eigenen vier Wände.”

Die Vernetzung von Organisationen zur Versorgung todkranker Menschen nimmt zu!

In den letzten Jahren ist die Vernetzung zur Versorgung todkranker Menschen in unterschiedlichen Organisationsformen stetig gewachsen. Bundesweit nimmt NRW mit über 300 ambulanten und stationären Hospiz- und Palliativeinrichtungen, sowie mehr als 8.000 ehrenamtlichen Kräften eine Vorreiterrolle bei der Versorgung todkranker Menschen ein. Dennoch ist der Bedarf an einer palliativen Betreuung in der häuslichen Umgebung nicht gedeckt. Die Verträge, die die BKK VICTORIA-D.A.S. jetzt geschlossen hat, sollen dazu beitragen, dass Menschen ein würdevolles und selbstbestimmtes Leben im eigenen Haushalt oder in der Familie bis zum Lebensende führen und die letzte Phase ihres Lebens zu Hause verbringen können ohne auf eine qualitativ hochwertige Versorgung verzichten zu müssen.
Sigrid Rick, Vorstand der BKK VICTORIA-D.A.S.: „Patientinnen und Patienten, die an einer unheilbaren Krankheit leiden, benötigen im letzten Stadium ihrer Erkrankung eine besondere und vor allem umfassende medizinische Betreuung. Die Vernetzung des ambulanten und stationären Sektors in der Palliativversorgung und die Verbesserung der Kommunikation und Abstimmung der beteiligten Leistungserbringer gewährleistet für unsere BKK-Versicherten eine hochwertige palliativmedizinische Versorgung in ihrer häuslichen Umgebung.“

Ziele der Verträge sind unter anderem:

  • dem Patienten ein menschenwürdiges Sterben zu Hause zu ermöglichen, wenn dies möglich ist und gewünscht wird;
  • die Entwicklung einer flächendeckenden und qualitätsgesicherten palliativmedizinischen Versorgung,
  • die Verbesserung der Zusammenarbeit des stationären, des vertragsärztliche sowie des pflegerischen Bereichs in der ambulanten Versorgung
  • die Bildung von regionalen Netzwerken.

Darüber hinaus gibt es einen telefonischen Informationsdienst für Angehörige und Betroffene zu Fragen, die im Rahmen der palliativmedizinischen ambulanten Versorgung auftreten. Zusätzlich ist die Einholung einer Zweitmeinung zur Abklärung der medizinischen Notwendigkeit vorgesehen, die abklären soll, ob der betroffene Patient stationär im Krankenhaus behandelt werden muss oder doch ambulant zu Hause weiter versorgt werden kann.

In folgenden Regionen haben wir bereits Verträge geschlossen:

  • Duisburg
  • Essen
  • Warendorf
  • Witten-Bochum
  • Paderborn
  • Recklinghausen
  • Iserlohn-Letmathe
  • Lippe

Darüber hinaus verhandeln wir z. Z. in den Regionen Köln, Krefeld, Leverkusen, Mönchengladbach, Oberhausen und Velbert.